Köln: Spektakuläre Bombenentschärfung auf dem Rhein – Verkehr fließt wieder

Auch knapp 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs tauchen in Köln Überreste in Form von Bomben auf. Diese müssen zeitnah entschärft werden. Jetzt fanden Bauarbeiter einen amerikanischen Blindgänger am Kennedy-Ufer in Deutz.
Der Evakuierungsradius des KBD. Foto: Stadt Köln
Der Evakuierungsradius des KBD. Foto: Stadt Köln

Update von 16.28 Uhr: 

Die Weltkriegsbombe in Köln-Deutz wurde um 16.06 Uhr erfolgreich entschärft. Der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg war am Morgen bei Baggerarbeiten im Rhein in Höhe des Kennedyufers in Köln-Deutz gefunden worden. Auch wenn nur zehn Anwohnende evakuiert werden mussten, war es ein anspruchsvoller und ungewöhnlicher Einsatz. So musste die amerikanische Zehn-Zentner-Bombe von der Baggerschaufel auf einen Ponton (eine schwimmende Insel), gelegt werden, wo sie dann vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf entschärft wurde. Nach der Entschärfung wird der Blindgänger mit Hilfe eines Kranwagens der Feuerwehr auf einen Lkw gehoben, mit dem sie dann abtransportiert werden kann.

Neben rund 60 Kräften des Kölner Ordnungsamtes waren die Feuerwehr, die KVB, die Bahn AG, Landes-, Bundes- und Wasserschutzpolizei an dem Einsatz beteiligt.

Der fließende Verkehr kann linksrheinisch freigegeben werden, der Fußgängerverkehr erst nach der Verladung der Bombe.

Update von 14.13 Uhr:

Die Vorbereitungen für die Entschärfung der amerikanischen Zehn-Zentner-Bombe auf dem Rhein in Deutz laufen. Die meisten Bürogebäude und das Hotel sind mittlerweile geräumt, innerhalb der nächsten Stunde wird der Bahnverkehr sowie die Schifffahrt zwischen Kennedy- und Konrad-Adenauer-Ufer eingestellt. Auch die Personenschiffe, die am linken Rheinufer liegen, müssen kurzfristig ihre Liegeplätze verlassen.

Bombe in Köln-Deutz sorgt für Straßensperrungen

Für den Autoverkehr werden folgende Straßen ab etwa 14 Uhr gesperrt:

  • Konrad-Adenauer-Ufer / Karl-Band-Platz
  • Goldgasse
  • Am Domhof/Trankgasse
  • Rheinufertunnel Höhe Maritim
  • Auenweg
  • Opladener Straße/Auenweg

Auch die Busse 132, 133 und 150 müssen ab diesem Zeitpunkt umgeleitet werden.

Erstmeldung von 12.15 Uhr: 

Der Blindgänger, der am Mittwochmorgen (3. April) im Rhein entdeckt worden war, soll auf dem Rhein entschärft werden. Dies hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf (KBD) am Mittag festgelegt. Die amerikanische Zehn-Zentner-Bombe war bei Ausbaggerungsarbeiten in der Fahrrinne im Rhein in Höhe des Kennedy-Ufers gefunden worden und soll nun, wie die Stadt mitteilt, auf einen Ponton, eine schwimmende Insel, verlegt werden. Dort soll sie unschädlich gemacht und anschließend in einen Hafen transportiert werden.

RTL, Hyatt und Co. von Evakuierung betroffen

Um den Ort der Entschärfung hat der KBD einen Radius von 500 Metern festgelegt. Während lediglich zehn Anwohner ihre Wohnungen verlassen müssen, sind zahlreiche Mitarbeiter von Firmen betroffen, darunter HDI, die EASA und RTL. Der Sendebetrieb soll nicht beeinträchtigt werden. Auch Angestellte und Gäste des Hyatt müssen wegen der Entschärfung das Hotel verlassen.

Die Kirmes am Deutzer Rheinufer könne aber wie geplant stattfinden.

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