Auf Schwarzarbeit und Co.: Kölner Zoll kontrolliert 300 Corona-Testzentren

Es ist ein neuer Geschäftszweig, der wie aus dem Nichts plötzlich aus dem Boden sprießt: Corona-Testzentren. Selbst Geimpfte und Genesene benötigen für unterschiedliche Aktivitäten noch immer einen negativen Test. Und so kommt es, dass es in und um Köln an beinahe jeder Ecke ein Testzentrum gibt. Ob da alles mit rechten Dingen zugeht, das kontrolliert das Zollamt Köln jetzt.
Köln Zoll Corona-Testzentrum Razzia
Zöllnerinnen kontrollieren ein Corona-Testzentrum in Köln. Foto: Federico Gambarini/dpa
Köln Zoll Corona-Testzentrum Razzia
Zöllnerinnen kontrollieren ein Corona-Testzentrum in Köln. Foto: Federico Gambarini/dpa

Schwarzarbeit, Mindestlohn, Sozialversicherung: Nicht jeder Unternehmer hält sich an die Gesetze, wenn es darum geht, schnelles Geld zu verdienen. „Viele konnten ihren eigentlichen Job nicht mehr ausüben wegen Corona und haben sich dann umorientiert und Testzentren eröffnet oder sich dort anstellen lassen“, erklärt Zoll-Pressesprecher Jens Ahland gegenüber Tonight News.

Ob alle Angestellten dort sozialversichert sind, den Mindestlohn von aktuell 9,82 Euro erhalten oder ob zusätzlich noch Schwarzarbeiter für das Testzentrum arbeiten, das überprüfen am Freitag, 4. März 2022, 100 Zoll-Beamte. „Unsere Kollegen sind nicht nur in Köln unterwegs, sondern nördlich bis nach Leverkusen und südlich bis Bonn und wir decken auch den Rhein-Erft-Kreis und den rheinisch-bergischen Kreis mit ab“, so Ahland weiter.

Vereinzelt habe es auch Hinweise auf Unstimmigkeiten gegeben. „Diese Testzentren gucken wir uns natürlich ganz genau an“, so der Pressesprecher. Begonnen haben die Truppen am Freitagmorgen etwa beim Testzentrum am Friesenplatz. Jens Ahland erklärt Auffälligkeiten: „Wenn ein Testzentrum beispielsweise sehr lange Öffnungszeiten hat, aber nur drei Personen auf 450 Euro angemeldet hat, ist das ein Indiz für Schwarzarbeit. Denn das ist so nicht zu schaffen.“

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