Ärger um Rheinderby: Masken-Muffel müssen mit Stadion-Verbot rechnen

Nach dem Ärger um die missachtete Maskenpflicht beim Rheinderby äußert sich die Stadt Köln im Netz zu der Kritik.
1. FC Köln Borussia Mönchengladbach 2019 Fans
Foto: Federico Gambarini/dpa

Zuschauer, die sich der Maskenpflicht verweigern, sollen künftig aus dem Stadion des 1. FC Köln verwiesen werden können. Das teilte die Stadt Köln am Montag nach einem Gespräch mit dem FC mit. Demnach habe der Fußball-Bundesligist zugesagt, die Stadionordnung zu verschärfen, um die Maskenpflicht in Zukunft besser durchsetzen zu können.

Am Samstag beim rheinischen Derby gegen Borussia Mönchengladbach (4:1) waren zahlreiche Fans im mit 50.000 Zuschauern voll besetzen Rheinenergiestadion der Maskenpflicht nicht nachgekommen. Der FC war allerdings auch erst kurz vor dem Spiel darüber unterrichtet worden, die Maskenpflicht auch am jeweiligen Platz durchsetzen zu müssen.

Stadt Köln über Rheinderby: „2G-Konzept hat sich bisher bewährt“

Bei dem Gespräch zwischen Stadt und Verein sei deutlich geworden, dass der FC grundsätzlich seiner Betreiberverantwortung gerecht geworden sei, erklärte die Stadt. Die Auswertungen des Infektionsgeschehens nach den Spielen hätten bisher ergeben, dass die verabredeten Konzepte funktionierten, da lediglich ein unterdurchschnittliches Infektionsgeschehen festgestellt werden konnte. „Insofern hat sich aus Sicht der Stadt das 2G-Konzept bisher bewährt“, erklärte die Kommune.

Geschäftsführer Alexander Wehrle wies die massive Kritik am voll besetzten Stadion des 1. FC Köln beim rheinischen Bundesligaderby gegen Borussia Mönchengladbach zurück und plädierte für eine Vermeidung von erneuten Geisterspielen: „Auch der Fußball muss einen Schritt zurückgehen müssen. Aber wir sollten die Fakten mit einbeziehen. Wir sind nicht die Hotspots mit unseren Großveranstaltungen.“

Ärger um Rheinderby: FC-Geschäftsführer weißt Kritik zurück

„Ich plädiere schon dafür, bevor man über Geisterspiele in den Bundesländern spricht, in denen die Hospitalisierungsrate sehr gering ist, wie in Nordrhein-Westfalen, dass man dann über Maskenpflicht am Platz und eventuell auch über 2G plus spricht“, sagte Wehrle weiter.

Am Samstag hatten Bilder vom Derbysieg gegen Gladbach (4:1) für Irritationen gesorgt. Trotz der aktuell sprunghaft steigenden Infektionszahlen in Deutschland waren 50.000 Menschen im Stadion zugelassen. In der tatsächlich ausverkauften Arena hatten sich etliche Menschen aber nicht an die kurzfristig verfügte Maskenpflicht auch am Platz gehalten. Wehrle verwies auf die geltende Coronaschutz-Verordnung, nach der 50.000 Zuschauer erlaubt waren. „Wir hatten ein tragfähiges Hygienekonzept. Das wurde uns vom Gesundheitsamt bestätigt“, sagte Wehrle. „Es ist legitim als Verein, diese Verordnung auch umzusetzen.“

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dpa