A3 bei Köln-Dellbrück: 6 Tonnen Beton töteten Autofahrerin – Anklage zugelassen

Im November 2020 stürzt auf der A3 eine Betonplatte von einer Lärmschutzwand auf ein Auto und tötet die Fahrerin. Der Fall soll im Sommer vor dem Kölner Landgericht verhandelt werden.
Betonteil stürzt auf Autobahn auf Wagen - Fahrerin tot
Foto: Daniel Evers/WupperVideo/dpa
Foto: Daniel Evers/WupperVideo/dpa

Rund dreieinhalb Jahre nach dem tragischen Tod einer Autofahrerin durch das herabfallende Betonteil einer Lärmschutzwand auf der A3 bei Köln steht ein Prozess bevor. Das Kölner Landgericht hat die Anklage gegen die drei Beschuldigten in vollem Umfang zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet. Ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur bestätigte dies. Der Prozess soll voraussichtlich im Sommer beginnen, der genaue Termin steht noch nicht fest.

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A3 bei Köln: Lärmschutzwand-Betonplatte erschlug Frau im Auto

Im November 2020 löste sich eine sechs Tonnen schwere Betonplatte der Lärmschutzwand und erschlug eine 66-jährige Frau in ihrem Wagen. Die Staatsanwaltschaft hat einen Mitarbeiter der damaligen Baufirma wegen Totschlags durch Unterlassen und Baugefährdung angeklagt. Zwei Mitarbeitern des Landesbetriebs Straßenbau NRW wird fahrlässige Tötung vorgeworfen.

Der Pfusch am Bau soll laut Anklage zu dem Unglück geführt haben. Die Befestigung der Lärmschutzwand entsprach weder der ursprünglich geplanten Konstruktion noch der bauaufsichtlichen Zulassung. Der Landesbetrieb Straßen NRW gab kurz nach dem Unglück bekannt, dass beim Einbau der Platte im Jahr 2007 improvisiert wurde, um einen Höhenunterschied auszugleichen.

Die Ursache für den Absturz war laut Anklage letztlich Rost. Aufgrund mangelnden Korrosionsschutzes rostete eine ohnehin unzulässige Halterung, bis sie nachgab. Die Angeklagten sollen von den Baumängeln gewusst und nichts unternommen haben.

 

mit dpa