9-Euro-Ticket in Köln: Ab wann gilt es? Wo bekommt man es?

Auch in Köln dürft ihr euch auf das "9-Euro-Ticket" freuen: Voraussichtlich ab dem 1. Juni soll das Ticket für Bus und Bahn der KVB gelten. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.
Hauptbahnhof HBF Köln KVB
Der Hauptbahnhof in Köln. Foto: Shutterstock.com / Michael von Aichberger
Hauptbahnhof HBF Köln KVB
Der Hauptbahnhof in Köln. Foto: Shutterstock.com / Michael von Aichberger

Einen Monat für nur 9 Euro den gesamten öffentlichen Nahverkehr nutzen – das von der Regierungskoalition in Berlin in den Weg geleitete Angebot stößt bei vielen Bürgern auf breites Interesse. Dennoch sind noch viele Detail-Fragen zu klären: Wann und wo ist das „9-Euro-Ticket“ erhältlich? Wie sieht der Nutzen für bisherige Abonnenten aus? Wir versuchen die wichtigsten Antworten zu geben.

Was ist das „9-Euro-Ticket“?

Das „9-Euro-Ticket“ ist Teil vom sogenannten „Entlastungspaket“ der Bundesregierung, welches den Bürgern in ganz Deutschland wegen der hohen Energie- und Spritpreise unter die Arme greifen soll. Geplant ist das Sonderticket über einen Zeitraum von 90 Tagen mit einem Kostenpunkt von 9 Euro pro Monat – gleitende Zeiträume sind nicht vorgesehen.

Angewandt auf Köln wäre es mit dem „9-Euro-Ticket“ theoretisch möglich, drei Monate lang für insgesamt 27 Euro (9 Euro pro Monat) beliebig mit den Bussen und Bahnen der KVB durch die  Domstadt zu fahren. Als Ticket für das gesamte ÖPNV-Gebiet stehen euch sowohl Busse als auch Bahnen und S-Bahnen offen.

Die Kosten für das Ticket will der Bund den Ländern erstatten – insgesamt rechnet man mit einer gewaltigen Summe von rund 2,5 Milliarden Euro. Positiver Begleiteffekt: Durch das günstige Ticket könnte auch die Umwelt profitieren. Es ist angedacht, dass viele Pendler dann vom Auto auf Bus und Bahn umsteigen werden.

Ab wann ist das „9-Euro-Ticket“ erhältlich?

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) rechnet aktuell mit einem Start des „9-Euro-Tickets“ Anfang Juni. Die Zeichen stehen gut, dass das 9-Euro-Ticket ab dem 1. Juni erhältlich und somit auch gültig ist. Damit wäre dann auch der zeitliche Nutzungsrahmen gelegt: Das „9-Euro-Ticket“ würde drei Monate lang von Juni bis einschließlich August gelten.

Wo ist das „9-Euro-Ticket“ erhältlich?

Das „9-Euro-Ticket“ soll vor allem online verkauft werden. So halte sich der organisatorische Aufwand in Grenzen, wie Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) bekannt gab. Der VDV arbeitet an einer Internetplattform sowie einer Smartphone-App, über die ihr die Tickets zum 1. Juni kaufen könnt. Zudem sollen die Tickets auch über die Internetseiten der Verkehrsverbünde erhältlich sein, sowie an den Verkaufsstellen an Bahnhöfen oder in Bussen.

Die KVB haben bereits eine Übersicht auf ihrer Seite geschaltet, dazu schreiben sie: „Wir arbeiten bereits daran, dass wir Ihnen das 9-Euro-Ticket über die KVB-App, die Automaten sowie die Kundencenter und Verkaufsstellen anbieten können.“

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Ist das „9-Euro-Ticket“ auch über die Grenzen von Köln hinaus gültig?

Das Sahnehäubchen: das „9-Euro-Ticket“ ist über die Grenzen von Bundesländern und Tarifverbünden hinaus gültig! So könnt ihr mit dem Nahverkehr beispielsweise bequem von Köln nach Düsseldorf oder bis ins Ruhrgebiet pendeln. Noch besser: Theoretisch könnt ihr per Regio-Zug auch durch ganz Deutschland fahren, etwa von Köln nach München. Auf diese Weise ersetzt das „9-Euro-Ticket“ im Zeitraum von Juni bis August das jetzige „Quer-durchs-Land“-Ticket der Bahn (Preis 42 Euro pro Tag). Lediglich für den Fernverkehr ist das „9-Euro-Ticket“ ausdrücklich nicht gedacht.

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Lässt sich das „9-Euro-Ticket“ auch zusammen mit einem Fahrrad nutzen?

Nein, die Mitnahme eines Fahrrads ist weiterhin nur dann möglich, wenn ihr dafür ein eigenes Ticket löst. Allerdings gibt es einen Trick:

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Gibt es eine Ermäßigung für Zeitkarten-Abonennten, Jobtickets und Semestertickets?

Alle Fahrgäste, die bereits ein Abo haben, sollen laut Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) ebenfalls vom „9-Euro-Ticket“ profitieren. Dabei wird zu viel gezahltes Geld als eine Art „Treuebonus“ zurückerstattet. Laut VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff sollen sich Abo-Kunden um nichts kümmern müssen: Die Verrechnung läuft automatisch. Für Jobtickets und Semestertickets soll die Ermäßigung ebenfalls gelten.

Auf ihrer Seite schreiben die KVB: „Wenn Sie bereits ein Abo haben, brauchen Sie nichts unternehmen. Wir bereiten aktuell unsere Systeme vor, damit Ihr Abo dann automatisch zum günstigeren Preis abgerechnet werden kann.“

Weitere Infos zum „9-Euro-Ticket“ in Köln findet ihr über kvb.koeln.

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