11.11. in Köln: Wirte sagen Sessionsbeginn ab – Karneval in Gefahr?

Kurz vorm 11.11. in Köln der Schock für viele ausgehungerte Jecken: Mehrere Wirte sagen ihre Veranstaltungen zum Sessionsbeginn ab. Keine Party am Elften Elften! Warum? Und: Ist Karneval jetzt in Gefahr?
Karneval
Karneval in Köln Foto: ModernNomads/Shutterstock

Endlich wieder Fasteleer! Doch manche Kneipen bleiben leer …

Nach einem Jahr Karnevals-Entzug freuen ausgehungerte Jecken sich schon auf den 11.11. in Köln. Warum machen Kölner Wirte jetzt, kurz vor Sessionsbeginn, einen Rückzieher? „Wirtz“-Betreiber Alex Haag klärt im Express auf: „Ich habe die ganze Zeit kein gutes Gefühl gehabt. Die Corona-Zahlen steigen, jetzt ist es so, ich bin bis Dezember 2021 ausgebucht, und wenn der Teufel es will, dass einer von meinem Team infiziert ist, vielleicht ich selbst, dann bin ich 14 Tage komplett raus. Soviel Geld kann ich nicht verdienen an dem Tag. Das Risiko, das sich einer meiner Mannschaft infiziert, oder dass ich ausfalle, ist zu groß. Und ich habe eine Verantwortung gegenüber meinen Stammgästen.“

Die kultige Gaststätte im Herzen der Südstadt soll also aus rein wirtschaftlichen Gründen geschlossen bleiben. Zu gefährlich wären die finanziellen Einbußen, die mit einer Corona-Infektion eines Mitarbeiters einhergehen würden.

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11.11. in Köln: „Wirtz“-Wirt trotz Impfungen in Corona-Sorge

Denn: Auch Geimpfte, die sich mit dem Virus infizieren könnten, müssten dann in Quarantäne – genau wie ihre Erstkontakte. Alex Haag berichtet im Express von einem Fall aus seinem Bekanntenkreis: „Unser Mitarbeiter war im Urlaub, sein Kumpel war doppelt geimpft und hat sich auf Malle dennoch infiziert. Das zeigt ja auch, dass auch wenn du geimpft bist, du nicht davor gefeit bist, dass du es bekommst.“

Und: Die nächste Kult-Location aus der Südstadt zieht nach. Auch die Bagatelle sagt ihre Karnevals-Party ab. „Wir werden jetzt einfach nur ganz normal öffnen für Essen, so wie an jedem anderen Tag auch“, so eine Mitarbeiterin gegenüber unserer Redaktion.

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11.11. in Köln: IG-Gastro-Vorsitzender feiert im „Reissdorf“ mit 2G

Im Gespräch mit Tonight News äußert sich jetzt auch Martin Schlüter, Vorsitzender der Kölner IG Gastro zum Party-Sterben in der Südstadt: „Das muss jeder Gastronom selbst entscheiden. Es gibt durchaus Gründe dafür und dagegen. Aber wenn man sich die Wochenenden in Köln anguckt: Da wird auch in Clubs getanzt und in Kneipen gefeiert. Ich denke nicht, dass das Coronavirus jetzt gerade am 11.11. besonders hart zuschlägt.“

Schlüter, der das „Reissdorf“ im Hahnentor betreibt, hat sich am 11.11. einfach für eine 2G-Regel entschieden. An normalen Tagen gilt in dem Brauhaus mitten in der City 3G. An Karneval müssen Ungeimpfte jedoch draußen bleiben.