1. FC Köln: So reagiert der Verein auf das Ultra-Banner beim Union-Spiel

Im Rahmen des Bundesliga-Spiels des 1.FC Köln gab es eine Treueschwur der Ultras an eine Gruppierung aus Paris – so reagiert der Verein.

„Quand t’entends Horde y‘a Supras qui va avec“, ein Banner mit dieser Aufschrift auf Französisch war rund um das Spiel des 1. FC Köln gegen Union Berlin am Sonntagnachmittag in der Effzeh-Fankurve zu lesen. Das Ganze löste extreme Diskussionen aus – nun hat sich der Verein dazu geäußert.

Dass es eine Reaktion der aktiven Fanszene auf die Situation in Nizza am Donnerstag geben würde, das dürfte niemanden überrascht haben. Allerdings hätten wahrscheinlich nur wenige Beobachter vermutet, dass es diese per Banner auf Französisch gibt. Die Aussage lässt sich am besten mit „Solange es die Horde gibt, wird sie auch zu den Supras stehen“ übersetzen.

 

Dabei geht es einerseits um die Wilde Horde, die Fangruppierung des 1. FC Köln, und die mit ihnen befreundete Gruppe von Paris Saint-Germain, Supras Auteuil. Wie der „Express“ berichtet, gibt es schon seit nunmehr fast zwei Jahrzehnten freundschaftliche Verbindungen der beiden Gruppierungen. Am Sonntag folgte dann das klare Treuebekenntnis. Nach den Vorfällen an der Côte d’Azur war auch immer wieder Thema, dass Supras-Mitglieder die Kölner in Nizza unterstützten.

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Nun hat sich Christian Keller, Geschäftsführer des 1. FC Köln, zu Wort gemeldet. Dem „Express“ sagte er nach dem Spiel: „Das Banner war nicht angemeldet. Aus der Übersetzung lassen sich allerdings nicht zwingend Schlüsse ableiten. Die Hintergründe sind deshalb erst zu eruieren.“

Darüber hinaus hat er sich auch noch zu dem Austausch mit der UEFA zu den Vorkommnissen geäußert. Keller zufolge sei die UEFA ebenfalls der Meinung, dass es in der Organisation Sicherheitslücken gesehen habe, auf die auch der 1. FC Köln hingewiesen habe. Am Sonntagabend soll es dann im Rahmen der internen Aufarbeitung der Nizza-Vorfälle einen Austausch zwischen Verein und Ultra-Vertretern gegeben haben.

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