1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen: Mega-Polizei-Aufgebot beim Derby

Nach den Krawallen beim Kölner U19-Spiel in Genk zieht die Polizei Köln Konsequenzen und beugt Randale mit einem Mega-Aufgebot an Polizei, berittener Polizei und Hundestaffel vor.
1. FC Köln - Zuschauer Tribüne
Foto: Federico Gambarini/dpa

Zum rheinischen Bundesliga-Derby zwischen dem 1. FC Köln und Bayer 04 Leverkusen wird die Polizei Köln am kommenden Sonntag (24. Oktober) mehr als 500 Polizistinnen und Polizisten, Diensthunde und Pferde einsetzen.

Polizeidirektorin Mareike de Valck wird den Einsatz rund um das Risikospiel leiten und stellt vorab klar, dass die Polizei alles dafür tun wird, um Gewalt, die Chaoten beim Platzsturm in Genk (Belgien) am vergangenen Dienstag (19. Oktober) gezeigt haben, von vornherein zu unterbinden: „Die wahren Fans haben sich nach einer schwierigen Zeit wieder auf Fußballspiele gefreut. Die Spieler und ihr neuer Trainer haben bei toller Stimmung im Stadion eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass Erfolge in der Spielzeit auf dem Platz erkämpft werden.

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Sie holt aus: „Ein Foul außerhalb des Spielfeldes ist Körperverletzung oder Landfriedensbruch. Dagegen gehen wir als Polizei vor und hoffen auch, dass die vielen friedlichen Fußballanhänger die Chaoten ebenfalls ausgrenzen – sie ins Abseits stellen.“

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Die Polizei hat deshalb für inzwischen identifizierte Beteiligte der Krawalle in Genk Stadionverbote beim 1. FC Köln angeregt und für die weitere Aufarbeitung eine Ermittlungsgruppe beim Kriminalkommissariat 45 eingerichtet.

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Den Ermittlern ist es inzwischen in Zusammenarbeit mit den „szenekundigen Beamten“ (SKB) der Polizei Köln gelungen, anhand der Video- und Fotoaufnahmen aus Genk 23 Männer aus dem Umfeld von Ultra-Gruppierungen zu identifizieren. Die Auswertungen dauern noch an.

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Fünf der Identifizierten stehen im Verdacht, an den Gewaltaktionen in Genk auf dem Spielfeld beteiligt gewesen zu sein. Ihnen wird ein Bereichsbetretungsverbot unter anderem für das Stadionumfeld, die An- und Abreisewege sowie Teile der Kölner Innenstadt zugestellt.

Zurzeit liegt noch kein Rechtshilfeersuchen aus Belgien vor. Ein Strafverfahren ist eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft Köln prüft, ob die Taten in Deutschland verfolgt werden können.

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