Foto: Screenshot Twitter
Foto: Screenshot Twitter

Die FIFA-19-Gemeinde ist aufgebraucht! Profi-Zocker Artac Sinoplu, besser bekannt als „Arti_Griezmann“, hat einen miesen Zeitspiel-Trick genutzt, um eine 1:0-Führung über die Zeit zu bringen. Sogar sein Management sah sich anschließend zu einer Stellungnahme gezwungen.

Den Stein ins Rollen brachte Twitter-User „Don Oli“, der ein Video von einem Spiel gegen Arti postete. Dazu schrieb er: „Liege in der vierten Runde gegen ein 28-Millionen-Team zurück und er macht das hier.“ In einer Online-Partie bei den FUT-Qualifiers ging Arti gegen den Dänen Don Oli in der 60. Minute mit 1:0 in Führung – und fuhr einen ziemlich dreckigen Sieg ein.

Arti nutzte einen Trick aus und entschloss sich dazu, bis zum Spielende ständig einen Abschlag auf einen seiner Verteidiger auszuführen, nur um den Ball dann wieder zurück in die Hände des Torwarts zu köpfen. Ein absolutes No-Go in der Zockergemeinde! Auf diese Weise überbrückte der 18-Jährige die restliche Spielzeit und zog in die nächste Runde ein.

Was es noch schlimmer machte: Arti provozierte seinen Mitspieler mit ständigen Fake-Abwürfen. Don Oli blieb nichts anderes übrig, als das Ganze bis zum Ende der Partie über sich ergehen zu lassen.

Zwar verstieß der 18 Jahre alte Sinoplu damit gegen keine Regeln, dennoch gilt ein solches Vorgehen in der Community als absolute Unsportlichkeit. Die Reaktionen fielen dementsprechend aus. Erhan Kayman, ebenfalls Profi und beim VfB Stuttgart als E-Sportler aktiv, schrieb: „Richtig eklig von Dir @artigriezmann … dazu noch dieser Fake Abwurf, um den Gegner zu provozieren. In London hast du mir gesagt, dass du solche Sachen nicht mehr machst… Warum machst du sowas? Warum?“ Auch andere FIFA-Spieler meldeten sich und sagten aus, dass ihnen so etwas gegen Arti passiert sei.

In einem Statement entschuldigte sich Arti und schrieb: „Liebe FIFA-Community, ich möchte mich für meine Spielweise während dieses FUT-Qualiers entschuldigen. Ich kann Eure Wut gut verstehen. Ich habe nicht gegen eine Regel verstoßen, sondern etwas viel größeres: Den Fairplay-Kodex. […] Ich habe ein großes Verlangen zu gewinnen und war ziemlich naiv zu glauben, dass alles im Rahmen der Regeln erlaubt sei. […] Ich werde versuchen, nicht nur als Spieler, sondern auch als Mensch zu wachsen. Arti.“

Sein Management rüffelte Arti und sagte gegenüber „Sportbild„: „Arti hat sich mit der Aktion einen Bärendienst erwiesen. Obwohl er innerhalb des Regelwerks agierte, hat er seinen Siegeswillen über den Fairplay-Gedanken gestellt. Dies entspricht nicht unseren Leitlinien und wurde intern sanktioniert. Er hat sich bei seinem Gegenspieler entschuldigt, von uns die gelbe Karte bekommen und mit 18 Jahren bewiesen, dass er noch nicht ausgelernt hat.“

Seiner Karriere hat der Skandal nicht geschadet. Kurz nach Bekanntwerden seiner Aktion unterzeichnete der 18-Jährige einen Vertrag beim amerikanischen E-Sport-Team Rogue und tritt für das Team bei der virtuellen FIFA 19 Klub-Weltmeisterschaft an.

Keine News mehr verpassen: Folgt uns jetzt bei Facebook!