FIFA 20 CD Standard Edition Controller Eden Hazard
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EA Sports hat den zweiten FIFA-20-Patch binnen einer Woche auf den Weg gebracht. Dabei beschränkt sich der Spielehersteller allerdings auf kleinere Problembehebungen. Die großen Baustellen werden nicht angegangen – die Zocker reagieren enttäuscht und nehmen zudem einen EA-Mitarbeiter auf den Arm.

Am Dienstag hat EA das Titel-Update 6 für den PC bereitgestellt. Wie immer wird die Einspeisung auf die Konsolen in den nächsten Tagen erfolgen, ein konkreter Zeitpunkt steht nicht fest.

Was bringt das Titel-Update 6?

Wirklich weltbewegend sind die Änderungen, die der Patch mit sich bringt, nicht. Beim Gameplay soll beispielsweise euer Computer-Gegner die Freistöße mit mehr Variation ausführen, zudem gibt es Kamera-Anpassungen bei Elfmetern. Des Weiteren soll die Abseits-Erkennung verbessert worden sein. Beim in der Vorwoche erschienenen fünften Patch wurde noch deutlich mehr am Gameplay herumgeschraubt.

Bei Ultimate Team wurden ein paar Bugs behoben: So kam es in seltenen Fällen bislang vor, dass bei den Division Rivals kein Gegner gefunden wurde. Ansonsten wurden größtenteils Darstellungsfehler bereinigt.

Beim Karrieremodus wurde ein ärgerlicher Bug behoben, über den sich Zocker zuletzt mehrfach in den Sozialen Medien beschwerten: Bei selbst erstellten Spielern verloren diese all ihre Sterne bei den Spezialbewegungen und dem schwachen Fuß, wenn diese bereits bei fünf angekommen waren, aber die Stats weiter verbessert wurden. Neben weiteren kleinen Fehlerbehebungen bringt der Patch noch 39 weitere Star-Heads.

Wie reagiert die Community auf den Patch?

Unter dem Ankündigungstweet von EA Sports lassen sich fast ausschließlich negative Kommentare finden. Die großen Probleme, die das Spiel zurzeit hat, wurden nämlich nicht angegangen: Dazu gehören hauptsächlich die schwachen EA-Server, die zu einem Delay führen, der wiederum dafür sorgt, dass Tastenbefehle zu spät oder gar nicht ausgeführt werden. Zudem wird immer wieder kritisiert, dass Spielerwechsel in der Rückwartsbewegung nicht richtig ausgeführt werden.

Ganz allgemein herrscht in der Community zurzeit eine Anti-EA-Stimmung. Viele Kommentare spielen auf einen Hacker-Vorfall gegen EA-Mitarbeiter „Mr. Zaro“ an. „#FreeCommunityManagers“ oder „Wie geht es Zaro?“ heißt es in viel gelikten Kommentaren unter dem EA-Tweet zum Patch. Hintergrund: Zaro ist EAs Community Manager, dessen Twitter-Account kürzlich gehacked wurde und zurzeit nicht aktiv ist.

Vom gehackten Account des EA-Mitarbeiters wurde beispielsweise ein Tweet abgesetzt, der verkündete, dass die Sperre gegen den bekannten Twitch-Streamer Kurt aufgehoben wurde.

Tweet Twitter Zaro Kurt
Foto: Screenshot Twitter/Mr. Zaro

Vor wenigen Tagen wurde der Streamer nach mehreren Verfehlungen gesperrt. Kurt zeigte im Anschluss jedoch keinerlei Reue, schoss stattdessen weiterhin scharf gegen EA und das „kaputte Spiel“. Wer hinter der Hacker-Attacke steckt, von der mit Corey Andress zwischenzeitlich auch ein weiterer EA-Mitarbeiter betroffen war, ist nicht bekannt.