erling haaland fifa 21
Foto: EA Sports

In wenigen Monaten kommt mit FIFA 22 der nächste Ableger der beliebten Fußballsimulation von EA Sports auf den Markt. Doch was muss eigentlich besser werden? Wir nennen sechs Punkte, die unbedingt besser werden müssen.

„Pay to win“ abschaffen

„Pay to win“ bedeutet, dass es in einem Spiel möglich ist, durch den Einsatz von Echtgeld starke Vorteile gegenüber seinen Mitspielern zu. Man bezahlt also, um zu gewinnen. Die Rede ist hier im FIFA-Kontext natürlich vom Ultimate-Team-Modus, auch „FUT“ genannt. Wer bereit ist, tief in die eigene Tasche zu greifen, kann sich teure Spieler, wie beispielsweise eine der beliebten Icons, zulegen. Damit wächst die Kluft zu Zockern, die nicht bereit sind, noch mehr Geld für FIFA auszugeben. Ein PlayStation-4-Zocker beispielsweise zahlt alleine für die FIFA-Standardversion 69,99 Euro – hinzu kommen die Kosten für einen Zugang zum PlayStation Network, die es erst ermöglichen, online zu spielen.

Vielen Zockern ist dieses „Pay to win“ ein Dorn im Auge. Doch dass es hier zu einer Änderung kommt, ist ziemlich unrealistisch. EA Sports generiert mittlerweile seine Haupteinnahmen mit dem Ultimate-Team-Modus – und will diese Geldquelle weiter sprudeln sehen. Die negative Folge: Der krasse Vorteil, den zahlungsbereite Zocker haben, bleibt. Eine Kompromisslösung wäre ein „Esport-Modus“: Hier wird Chancengleichheit geschaffen, indem Zocker ihre Spieler frei wählen können. Allerdings würde EA Sports so etwas aus genannten Gründen wenn überhaupt nur für Turniere zulassen.

Server

Mittlerweile ist es einfach nur noch leidig: Die schwachen Server bei EA Sports FIFA nerven schon lange und auch bei FIFA 21 hat keine Besserung eingesetzt. Neben Komplettausfällen, die dafür sorgen, dass vor allem am Wochenende zum Teil gar nicht online gezockt werden kann, geht es um den „Delay“ im Spiel. Diese Verzögerungen und Hakler sorgen dafür, dass Tastenbefehle verzögert oder zum Teil gar nicht ausgeführt werden und treiben Spieler vor allem bei wichtigen Online-Spielen regelmäßig zur Weißglut.

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Mehr Liebe für andere Modi

EA Sports verdient sehr viel Geld mit dem Ultimate-Team-Modus. Dies hat in den vergangenen Jahren jedoch dazu geführt, dass der Spielehersteller andere Modi vernachlässigt hat. Pro Clubs beispielsweise hat viel Potenzial, doch jährlich werden die Anhänger dieses Modus enttäuscht: Es gibt kaum Neuerungen und viele Bugs stören den Spielspaß. Auch der Karrieremodus wirkt zunehmend eingestaubt und nicht mehr zeitgemäß. Der zu FIFA 20 eingeführte VOLTA-Modus stieß ebenfalls auf wenig Gegenliebe.

EA Sports muss dringend für frischen Wind fernab des Ultimate-Team-Modus sorgen, damit sich die FIFA-Fans alter Schule, die den FUT-Modus scheuen, nicht vom Spiel abwenden. Wünschenswert wäre beispielsweise ein Online-Karrieremodus, den man mit seinen Freunden zocken kann. Bei den NHL- und NFL-Spielen von EA Sports ist so etwas schon möglich.

Umgang in der Community

Die FIFA-Community ist toxisch. Ingame ist ein respektloses Verhalten fast schon an der Tagesordnung: Lange Jubelarien, um den Gegner zu provozieren, sind keine Seltenheit. Andere machen das Spiel bei einem großen Rückstand mutwillig kaputt, indem sie anfangen, eine Blutgrätsche nach der anderen auszupacken. Auch übertriebenes Zeitspiel senkt den Spielspaß. Nun mag man meinen, dass es bei jedem Online-Spiel Trolls gibt. Doch der Eindruck, dass die FIFA-Community hier nochmal eins draufsetzt, hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend verstärkt. Private Hassnachrichten gehören mittlerweile ebenfalls zum Standard-Repertoire vieler FIFA-Zocker. Die vergiftete Stimmung zieht sich auch durch die Soziale Medien, wo EA Sports bei quasi jedem Posting erst einmal beleidigt und kritisiert wird. Im Spiel selbst könnte beispielsweise ein vereinfachtes Meldesystem für toxisches Verhalten zu einer Verbesserung führen.

Bessere Weekend-League-Belohnungen

Auch wenn EA Sports dem Ultimate-Team-Modus die meiste Aufmerksamkeit schenkt, gibt es auch hier Verbesserungspotenzial. Ein großes Reizthema bei FIFA 21 sind die zu schlechten Weekend-League-Belohnungen. Vor allem die schwachen Team-of-the-Week-Spieler, die als Player Picks in den Weekend-League-Rewards ausgeschüttet werden, sind häufig unbrauchbar. Anstrengungen in der Weekend League sollten besser belohnt werden.

>> FUT-Einsteigerguide: Tricks und Tipps für den Ultimate-Team-Start <<

Gameplay

Die Kritik am Gameplay bei FIFA 20 war riesig. Die Hoffnung auf Besserung wurde bei FIFA 21 allerdings enttäuscht, denn gegenüber dem Vorgänger hat sich kaum etwas geändert. Die angepriesenen Gameplay-Änderungen entpuppten sich vielmehr als kleinere Anpassungen, die die Spielmechanik kaum beeinflussen, geschweige denn verbessern. Das größte Problem: Tore werden immer wieder auf dieselbe Weise erzielt. Das Spiel fühlt sich dadurch sehr mechanisch an, Kreativität wird hingegen bestraft. Auch hier muss EA Sports endlich reagieren.