erling haaland fifa 21
Foto: EA Sports

Manchmal läuft es einfach nicht so wie man will bei FIFA – das erleben Spieler schon seit über 20 Jahren. Lange hieß es dann: Man regt sich nur unnötig auf und schadet seiner Gesundheit – eine Studie zeigt jetzt, dass FIFA für unser Wohlbefinden sogar gut ist.

Der Gegner erzielt ein glückliches Tor, spielt provokant auf Zeit oder man verzweifelt selbst an Pfosten und Latte – all das wird schon jeder FIFA-Spieler im Laufe der Jahre schon einmal erlebt haben.

Gerade im Zeitalter von FIFA Ultimate Team, in dem fast immer gegen Online-Gegner geht und häufig viel Mühe und teilweise auch Geld in Form von FIFA-Points in das Spiel gesteckt wurde, ist die Frustration häufig sehr hoch.

Begriffe wie „FIFA-Rage“ (also „FIFA-Wut“) oder „Rage-Quits“ (also das Aufgeben im Spiel, weil man zu wütend ist) sind schon seit Jahren im festen Sprachgebrauch vieler Zocker. Auf Social Media kursieren immer wieder Videos, wie Controller zu Bruch gehen, weil die Ergebnisse für Aggressionen sorgen – ein Beispiel gefällig?

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Für viele steht daher schon lange fest: FIFA ist eine Quelle für Frustration, Wut, Aggression und Unzufriedenheit und versaut einem gerade bei der Weekend League, dem wichtigsten Wettbewerb, gerne mal das Wochenende.

Allerdings hat sich die Universität in der englischen Stadt Leeds die körperlichen Veränderungen beim FIFA-Spielen mal im Rahmen einer Studie genauer angeschaut und ist auf für viele überraschende Resultate gekommen.

Was die Probanden bei der Studie auf sich nehmen mussten, hört sich für viele FIFA-Fans wie ein Traum an. Denn sie mussten einfach FIFA 20 spielen – dabei ging es entweder gegen den Computer, gegen einen Bekannten oder gegen einen zufälligen Online-Gegner.

Bei den Spielern wurden jeweils vor, während und nach dem Spiel der Herzschlag und der Blutdruck gemessen, zudem wurden sie nach Angaben in Bezug auf ihren Zustand beim Spielen befragt.

Wir fassen die Erkenntnisse der Wissenschaftler zusammen:

  • Die Herzfrequenz ist stark angestiegen, wenn ein Tor erzielt wurde. Dabei war der Anstieg noch höher, wenn der Gegner erfolgreich war.
  • Die Veränderungen bei der Herzfrequenz fielen am höchsten aus, wenn man gegen einen unbekannten Online-Gegner gespielt hat.
  • Beim Spielen gegen einen unbekannten Gegner stieg auch der Blutdruck an – das spricht für ein höheres Stress- und Frustrationslevel.
  • Bei jedem Spiel wurde ein Anstieg der Herzfrequenz festgestellt.
  • Nachdem der Gegner ein Tor erzielt hat, stieg bei 70 Prozent der Probanden die Herzfrequenz für den Rest des Spiels an.
  • Steigerungen bei der Herzfrequenz gab es auch bei Situationen wie vergebenen Chancen, Fouls oder wichtigen Schiedsrichterentscheidungen.
  • Alle Spieler gaben aber an, nach dem Spiel ein geringeres Stresslevel zu haben.

Bei den Aufzeichnungen wurde festgestellt, dass das Spielen gegen den Computer oder gegen einen Bekannten nicht für so extreme Emotionen gesorgt hat wie das Spielen gegen einen Online-Gegner, den man nicht kennt.

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Auch wenn sich die Spieler während des Spiels aufgeregt haben – egal, ob wegen eines Treffers vom Gegner oder, weil sie sich unfair behandelt fühlten – gaben sie an, nach dem Spiel entspannter zu sein.

Bis zu 140 Herzschläge pro Minute erreichten die Spieler, wenn ein Tor fiel – damit ist die Herzfrequenz vergleichbar mit dem, den ein junger Erwachsener beim Walken erreicht. FIFA ist also mehr als nur auf der Couch sitzen und auf einen Controller rumzuhacken – es entspannt und sorgt gleichzeitig für ein Gefühl, als treibe man gerade Sport.

Es ist eine Sache, bei FIFA nicht zu impulsiv zu werden. Andererseits geht es natürlich auch darum, im Spiel erfolgreich zu sein – das ist eigentlich für jeden Spieler das A und O. Besonders gilt das natürlich in der Weekend League, der Königsdisziplin im Ultimate-Team-Modus. Hier geben wir euch Tipps, wie ihr dort möglichst gut abschneidet.