Jens Lehmann
Foto: Sven Hoppe/dpa

100 Icons wird es bei FIFA 21 Ultimate Team geben. Ein deutscher Spieler wird wohl nicht mehr dazu gehören: Jens Lehmann. Das wirft Fragen auf.

Am 10. August hat EA Sports bekannt gegeben, welche Neuerungen Zocker des beliebten Ultimate-Team-Modus für FIFA 21 erwarten dürfen. Im Zuge dessen wurden auch elf neue Icon-Karten präsentiert, mit Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger unter anderem zwei deutsche Weltmeister von 2014.

100 Icon-Karten werden bei FIFA 21 spielbar sein, EA Sports bewirbt die Legenden in diesem Jahr mit dem Slogan „The FUT 100“. Bei FUT 20 gab es 90 Icon-Karten zu spielen – 89 zum Start sowie der im März hinzugefügte Juan Roman Riquelme.

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Man muss kein Mathematiker sein, um festzustellen, dass eine Legende gestrichen werden muss, wenn 90 bestehenden Karten elf weitere hinzugefügt werden und 100 übrig bleiben sollen. Auf der EA-Website werden alle 100 FUT-21-Ikonen aufgelistet. Einer fehlt: Jens Lehmann. Und das kommt ziemlich überraschend.

Über die Gründe für Lehmanns klammheimliches Verschwinden kann nur spekuliert werden. Zwar galt Lehmann nicht als Top-Karte, die von vielen Zockern nun schmerzlich vermisst wird, aber Icon-Karten dieser Art gibt es bei FUT viele.

Wir hätten vielmehr damit gerechnet, dass es Marco van Basten erwischt. Der Ex-Stürmer wurde im Dezember 2019 aus FUT entfernt, nachdem er als TV-Experte nach einem Interview des deutschen Trainers Frank Wormuth vom Fußballclub Heracles-Almelo im Studio die Worte „Sieg Heil“ gesagt hatte. Nun sieht es so aus, als sei van Basten für FUT 21 rehabilitiert worden.

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Ebenfalls wurde zwischenzeitlich spekuliert, dass Ronaldinho aus dem Videospiel entfernt wird. Der Brasilianer hat Ärger mit der Justiz, weil er und sein Bruder Strafzahlungen in Höhe von 2,2 Millionen Euro nicht gezahlt hatten. Doch auch Ronaldinho wird Teil von FUT 21 sein.

Zwar ist Jens Lehmann ebenfalls nicht frei von Negativschlagzeilen – im vorigen Jahr wurde der 50-Jährige beim Oktoberfest aus dem Käfer-Zelt geworfen, im März diesen Jahres erntete er einen Shitstorm für umstrittene Corona-Aussagen. Doch ob dies ausreicht, um ein Entfernen aus FIFA Ultimate Team zu rechtfertigen, bleibt fraglich.