FIFA 20 Virgil van Dijk
Foto: EA Sports

EA Sports hat den nächsten Patch für FIFA 20 herausgebracht. Dabei wurde vor allem das Gameplay in Angriff genommen. Wer bis dato voll auf die Mauertaktik gesetzt hat, könnte ab sofort Probleme bekommen.

Schon in FIFA 19 gab es viele Verfechter von Defensiv-Taktiken. Unter anderem führte ein System den „YouTuber“ Mirza zum Erfolg: die Betontaktik. Diese ist in FIFA 20 nicht mehr eins zu eins umzusetzen, doch auch beim aktuellen FIFA-Teil war das Beton anrühren mit diversen Defensiv-Taktiken und -Einstellungen bis zuletzt extrem beliebt: Viele Zocker verfolgten die Taktik, sich mit möglichst vielen Spielern am und um den eigenen Strafraum einzuigeln und im Spiel nach vorne auf einen Kontertreffer zu hoffen.

Eine durchaus effektive Taktik, die aber viel Frust auf der Gegenseite und insgesamt geringen Spielspaß zur Folge hatte. Auch Schalke-Profi Tim Latka kritiserte dieses Vorgehen jüngst in einem YouTube-Video.

Betontaktik adé?

Wie will EA das Problem mit der Mauertaktik lösen? Erstens sollen Verteidiger bei Teams mit den Einstellungen „Zurückfallen lassen“ nun keinen Druck mehr auf den ballführenden Spieler ausüben. Das angreifende Team soll dadurch mehr Platz haben, „um nach einem Ballgewinn seinen Angriff aufzubauen“.

Zweitens sollen Stürmer, die die Anweisung erhalten haben, in der Defensive auszuhelfen, nun nicht mehr mit zurückkommen, wenn das Mittelfeld bereits die maximal zulässige Spielerzahl erreicht hat. EA will damit offenbar verhindern, dass ihr euch mit zehn Feldspielern vor eurem Kasten positioniert.

Was ändert sich noch mit dem fünften Patch?

  • Ab sofort sollen ballführende Spieler eher stolpern, wenn sie getackled werden.
  • Direktabnahmen und Volleys werden abgeschwächt.
  • Fernschüsse sollen nun häufiger am Tor vorbeifliegen.
  • Die Entscheidungsfindung bei Torhütern soll nun besser sein, wenn es darum geht, den Ball zu kontrollieren oder ihn zu klären. Bis dato war es häufig der Fall, dass der Torwart den Ball beim Herauslaufen ins Aus schoss, obwohl keinerlei Druck auf ihn ausgeübt wurde.

Zudem wurden zahlreiche Bugs bei Ultimate Team sowie dem Karriere- und Volta-Modus behoben. Hier könnt ihr euch die Änderungen im Detail anschauen. Wie immer erschien das Update zunächst auf dem PC. Seit Mittwochvormittag ist der Patch auch auf den Konsolen verfügbar.

Die ersten Reaktionen im Netz zum Patch fallen eher negativ aus: Viele User fragen sich, warum die Schüsse abgeschwächt wurden, wo doch zurzeit ohnehin schon viele Schüsse von der gegnerischen Abwehr abgeblockt werden.

Vielmehr wünscht sich die Community Verbesserungen bei den schlechten Servern, den in diesem FIFA-Teil quasi nicht existenten Kopfball-Abschlüssen und dem fehlerhaften Spielerwechsel.