FIFA 20 David Luiz
EA Sports

Welche Änderungen gibt es im Gameplay bei FIFA 20? Wir geben euch einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen wie „Strafe Dribbling“ oder „Set Up Touch“ und zeigen euch zudem, wie die Standardsituationen nun aussehen.

Standards:

1.) Bei den Standardsituationen geht EA Sports bei FIFA 20 völlig neue Wege und krempelt das System komplett um. Ab sofort zielt ihr – wie schon bei so manchem älteren FIFA-Teilen – mit einem Cursor. Das ist der erste von insgesamt fünf Schritten bei einem Freistoß.

FIFA 20 Elfmeter Mohamed Salah
Mit dem Cursor könnt ihr bei FIFA 20 euer gewünschtes Ziel anvisieren. In diesem Fall zielt auf Mohamed Salah den rechten oberen Winkel.

Foto: Screenshot YouTube/EA Sports

2.) Anschließend könnt ihr mit dem rechten Stick die Position des Schützen ändern. Das war bereits bei FIFA 19 möglich, doch im Gegensatz zum noch aktuellen FIFA-Ableger, bei der sich der Spieler frei nach euren Anweisungen positioniert, gibt es bei FIFA 20 drei feste Positionen vor der Ausführung des Freistoßes: Dabei steht ihr entweder in normaler Enfernung zum Ball, weiter weg oder näher dran.

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3.) Danach stellt ihr wie gewohnt die Schusskraft ein. Wie EA Sports in den Erklärungen zum neuen Gameplay mitteilt, sind die Schüsse eher angeschnitten, wenn ihr wenig Power verwendet. Bei einem Freistoß mit viel Schusskraft feuert euer Spieler hingegen eher einen Vollspannschuss ab.

4.) Eine durchaus interessante Neuerung sind die vier verschiedenen Effet-Varianten. Nachdem ihr eure Schusskraft eingestellt habt, könnt ihr dem Ball mit dem rechten Stick einen Schnitt verpassen. Die vier Varianten sind: Unterschnitt, seitlicher Effet, gemischter Effet und Flatterball.

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5.) Schließlich könnt ihr bei FIFA 20 auch bei Freistößen das Timed Finishing verwenden. Zur Erinnerung: Seit FIFA 19 könnt ihr Abschlüsse damit besonders präzise ausführen, wenn ihr im Moment der Schussabgabe noch einmal die Schusstaste drückt. Dies ist ab sofort auch bei Standardsituationen möglich.

Elfmeter funktionieren nach demselben Schema wie die Punkte 1, 3 und 5. Die Optionen, euren Schützen zu positionieren und dem Ball einem der vier Effet-Varianten zu verleihen, entfallen bei einem Strafstoß.

Der neue Gameplay-Trailer von EA Sports gibt erste Einblicke in die neuen Features bei FIFA 20.

Neue Ballphysik:

  • EA Sports verspricht mit der neuen Ballphysik „ungeahnten Realismus“, „neue Ballflugbahnen“ und „physikbasiertes Verhalten“. Darüber hinaus soll das neue Bewegungssystem des Balls für noch realistischere Balldrehungen und Aufpraller und damit „größere Authentizität“ sorgen.

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  • Auch Unebenheiten des Platzes sollen Einfluss auf das Ballverhalten haben. Feste Pässe sollen ebenfalls schwieriger zu verarbeiten sein und können aufspringen, was wiederum Auswirkungen auf die Spielfortsetzung hat.
  • Zudem führt EA die sogenannten „Tipp Pässe“ ein. Dabei wird ein Pass durch doppeltes Antippen der X- bzw. B-Taste leicht angelupft, um den Ball über ein Verteidigerbein anzuheben.

Abschluss:

  • Die Erzielung „leichter Tore“ soll bei FIFA 20 einfacher werden: So soll die Präzision der 1-gegen-1-Schüsse zukünftig verbessert werden, indem unrealistische und unmenschliche Torwartreaktionen minimiert werden. Zudem soll es einfacher werden, ein Tor zu erzielen, wenn der Torhüter bereits bezwungen ist. Bei FIFA 19 kommt es zu häufig vor, dass man aufs leere Tor schießt, ein Verteidiger jedoch auf der Linie klären kann.
  • Auch das Timed Finishing wurde überarbeitet. So soll es ab sofort schwieriger sein, einen grünen, d.h. perfekt getroffenen, Abschluss zu erzielen. Zudem sollen Timed-Finishing-Tore aus extrem unrealistischen Winkeln der Vergangenheit angehören.
  • Etwas komplett neues kommt mit dem „Set Up Touch“ auf euch zu. Bei dieser neuen Mechanik könnt ihr euch den Ball vor einem Abschluss mit dem Drücken von R1/RB und dem rechten Analog-Stick in eure gewünschte Richtung zurechtlegen. Nutzt ihr diese Möglichkeit, sollen eure Abschlüsse eher von Erfolg gekrönt werden. Allerdings braucht ihr dafür viel Platz, denn ansonsten schnappt euch der Verteidiger den Ball vom Fuß. So sieht der „Set Up Touch“ aus:

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Dribbling:

  • Bei FIFA 20 führt EA das sogenannte „Strafe Dribbling“ ein. Damit könnt ihr eure Gegner sozusagen anlocken, um dann mit einem schnellen Richtungswechsel an ihnen vorbeizuziehen. Dieses Dribbling führt ihr aus, indem ihr auf eurem Controller L1/LB betätigt, dabei schaut euer Spieler standardmäßig in Richtung des gegnerischen Tors. Betätigt ihr L1/LB + R1/RB richtet sich der gesteuerte Spieler in Laufrichtung aus.

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  • Zudem will EA Sports bei FIFA 20 die Aneinanderreihung mehrerer Tricks abstrafen. Damit sollen unrealistische, dauerhafte Abfolgen von Spezialbewegungen der Vergangenheit angehören.
  • Laut EA Sports sollen bei FIFA 20 „sowohl der Dribbler als auch der Verteidiger mehr Zeit und Platz haben, ihre Fähigkeiten zu zeigen als jemals zuvor“. Dies ist auch ein möglicher Hinweis darauf, dass der neue FIFA-Teil insgesamt langsamer sein soll.

Abwehrverhalten:

  • Ein Hauptproblem bei FIFA 19 war, dass die KI-Verteidigung, d.h. die vom Computer gesteuerten Mitspieler, zu gut waren und es sich zumeist nicht gelohnt hat, aktiv anzugreifen. Das soll sich beim neuen FIFA-Teil nun ändern. Ab sofort sollen „die benutzergesteuerten Defensivaktionen noch stärker belohnt und ausgenutzt“ werden.
  • Bei FIFA 19 ist der Ball trotz eines erfolgreich ausgeführten Zweikampfs häufig beim Gegner gelandet. Nun soll der Ball nach einem sauberen Tackling auch wirklich in den eigenen Reihen landen.
  • Zudem könnt ihr euch nun zwischen einem normalen Tackling, das ihr wie gewohnt mit der Kreis- bzw. B-Taste ausführt, und einem harten Tackling entscheiden. Das harte Tackling führt ihr aus, indem ihr die Kreis- bzw. B-Taste lange gedrückt haltet.
FIFA 20 BayArena Kai Havertz
Gute Nachrichten für alle Fans von Bayer Leverkusen. Im neuen Gameplay-Trailer ist die BayArena zu sehen. Somit können wir davon ausgehen, dass die Heimstätte der Werkself zum ersten Mal bei FIFA zur Verfügung steht.

Foto: Screenshot YouTube/EA Sports

Torwartverhalten:

  • Bei FIFA 19 wurde das „Torwart bewegen“ eingeführt. Mit der R3-Taste könnt ihr euren Keeper bewegen und damit Bälle halten, die ansonsten im Tor gelandet wären. Allerdings beschwerten sich zahlreiche Spieler, dass der Torwart diese Bewegung viel zu schnell ausführt. Bei FIFA 20 soll die Torwartbewegung nun langsamer ausgeführt werden.

Etwas komplett Neues bietet FIFA 20 mit taktischen Anweisungen für den Torwart:

  • Für das Torwartverhalten innerhalb des Strafraums könnt ihr zwischen „Vorsicht bei Flanken“ (der Torhüter bleibt vorsichtig und im eigenen Kasten), „Flanken abfangen“ (der Torhüter kommt eher aus dem Tor, um Flanken abzufangen) und der ausgeglichenen Variante „Balance“ wählen.
  • Außerhalb des Strafraums gibt es zwei verschiedene Varianten: Bei der Standardeinstellung „Balance“ wird der Torhüter wie bei FIFA 19 computergesteuert entscheiden, wann er aus dem Tor läuft oder wann er hinten bleibt. Wählt ihr „Sweeper Keeper“ aus, wird euer Torwart häufiger aggressiv das Tor verlassen, um lange Bälle des Gegners abzufangen. Manche Torhüter, wie beispielsweise Manuel Neuer, haben letztgenannte Variante voreingestellt, was aber in den Anweisungen geändert werden kann.

FIFA 20 kommt am 27. September heraus. Dabei habt ihr die Wahl zwischen drei verschiedenen Editionen. Je nachdem, für welche Variante ihr euch entscheidet, erhaltet ihr einen Drei-Tage-Vorabzugriff und könnt FIFA 20 bereits ab dem 24. September zocken. Falls ihr euch nicht entscheiden könnt, welche Version ihr euch zulegen sollt, empfehlen wir euch unsere Analyse zu den Editionen.