FIFA 20 Gameplay
Foto: EA Sports

EA Sports hat den ersten großen Patch für FIFA 20 herausgebracht. Wir sagen euch, was ihr zum zweiten Titel-Update wissen müsst.

Brachte das erste Update kaum Neuerungen, greift EA Sports nun erstmals in die Spielmechanik ein und lässt dabei auch Feedback aus der Closed Beta ins Spiel einfließen.

Bei der Vorgehensweise bleibt sich der Spielehersteller treu: Erschien das Update zuerst auf dem PC, wird es seit Mittwochvormittag auch auf die Konsolen eingespeist.

Gameplay

Torhüter:

Drei Aspekte beim Torhüterspiel hat EA Sports verbessert. So werden erstens Schüsse, die der Torhüter nicht festhalten kann, fortan von den Keepern besser abgewehrt, um Abpraller zu vermeiden. User beschwerten sich zuletzt auch im Netz vermehrt über zu viele Abstaubertore. Das soll nun weniger werden.

Zweitens sollen Torhüter nun bei Elfmetern besser reagieren – und zwar dann, wenn der Ball mittig bzw. knapp neben dem Torwart auf das Tor kommt. Zuvor haben Keeper hier häufig unrealistischerweise gar nicht reagiert.

Torhüter sollen drittens hohe Bälle fortan eher fangen anstatt sie übertrieben häufig wegzufausten.

Dribbling:

Spieler mit einem Dribblingwert von 80 oder höher können nun besser dribbeln. Dabei geht es aber lediglich um das „einfache“ Dribbeln. Das gilt auch dann, wenn die Sprinttaste gedrückt wird. Ausgeschlossen von der Änderung sind Spezialbewegungen oder das neue Strafe-Dribbling. Diese Spieler sollen fortan beweglicher und einfacher zu kontrollieren sein.

Um den Dribblingwert zu errechnen, wird der Mittelwert aus den drei Einzelattributen Dribbling, Agilität und Balance berechnet. Bei FIFA Ultimate Team kann auch ein Chemistry Style dafür sorgen, dass der Wert von 80 erreicht wird.

KI-Verteidigung:

Eine der größten Änderungen zu FIFA 19 ist bei FIFA 20 die abgeschwächte KI-Verteidigung. Anders gesagt: Den Gegner mit dem selbst gesteuerten Spieler anzugreifen, lohnt sich wieder mehr.

Dennoch war es bis dato teilweise der Fall, dass vom Computer gesteuerte Spieler dem Gegner mit schnellen Richtungswechseln sehr schnell folgen konnte. Diese KI-Verteidiger sollen nach dem Patch gar nicht mehr sprinten können. Ein Vorher-Nachher-Vergleich verdeutlicht die Änderung:

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Oben seht ihr den schnellen KI-Verteidiger vor dem Patch. Der untere KI-Verteidiger nach dem Update reagiert langsamer. Ihr solltet also weiterhin bzw. nun noch mehr darauf achten, selbst zu verteidigen.

Flachschüsse:

Flache Schüsse vor dem Tor waren von einer hohen Fehleranfälligkeit betroffen. Trotz geringem Gegnerdruck und guter Schussposition landeten solche Schüsse vergleichsweise häufig neben dem Tor. Nach dem Patch sollen Flachschüsse wieder effektiver sein.

Passen:

Zu FIFA 20 hat EA Sports die angelupften Pässe bzw. Steilpässe eingeführt. Dazu müsst ihr die Pass- bzw. Steilpasstaste doppelt antippen. Allerdings hat sich herausgestellt, dass diese Pässe ziemlich überpowert waren und vergleichsweise häufig den Weg zum Mitspieler fanden. Das Update soll die neue Passvariante wieder etwas abschwächen.

Weitere Gameplay-Änderungen:

Abstöße, die ohne Richtungsänderung ausgeführt haben, landen nun nicht mehr so häufig beim Gegner.

Zudem sorgte ein weiterer Bug im Netz gleichermaßen für Frust und Erheiterung: So kam es manchmal vor, dass Spieler, die sich in die Schussbahn eines Abschlusses warfen, durch die Gegend fliegen. Das soll nun nicht mehr vorkommen. Hier eine Beispielszene:

Lucas Vázquez uses the Force to score from r/FIFA

FIFA Ultimate Team

Die Änderungen bei FUT betreffen die Menüführung beim Team-Management. Ein Spieler wird nun, wenn ihr in anklickt, nicht mehr automatisch in eure Mannschaft geschickt. Stattdessen können nun mehrere Spieler gleichzeitig ausgewählt und in euer aktives Team verschoben werden.

Auch hier zeigt uns EA ein Beispielvideo, um die Änderungen zu veranschaulichen:

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Volta

Auch beim Volta-Modus wurden Dinge ausgebessert: Schüsse aus der eigenen Hälfte werden abgeschwächt und sind nun fehleranfälliger. Zudem haben beim Dribbling bis dato die Wände zum Teil gestört und für Frust gesorgt. Auch das soll besser werden. Drittens haben Torhüter bei Schüssen aus kurzer Distanz häufig übertrieben starke Reaktionen gezeigt. Schüsse aus kurzer Distanz sollen nun häufiger ins Tor gehen.

Übrigens: Den Bug, dass die Fitnesskarten bei Ultimate Team zurzeit keine Rolle spielen, hat EA noch nicht behoben.