WM-Debakel, Abrutschen in der Fünfjahreswertung und finanziell abgehängte Bundesliga-Klubs – die zurückliegende Spielzeit hat gezeigt, wie schlecht es um den deutschen Fußball steht.

Eine Spielerdaten-Auswertung der Fußballsimulationen FIFA 10 bis FIFA 19 fasst diese Misere in Zahlen. Sowohl die deutschen Klubs als auch die Nationalmannschaft sind nach jahrelangem Hoch wieder auf dem Niveau der Saison 2009/10 angelangt. Die Bewertungen des Spieleherstellers EA lassen sich als Spiegelbild der Fußballwelt werten.

Mats Hummels, Manuel Neuer, Marc-André ter Stegen und Toni Kroos – unter den besten 50 Spielern der Welt finden sich nur vier deutsche Spieler. Auf einen schlechteren Wert kamen die deutschen Spieler lediglich 2009/10 und 2010/11. Damals waren in Philipp Lahm, Robert Enke und Mario Gomez bzw. Lahm, Neuer und Bastian Schweinsteiger jeweils drei Spieler unter den Top 50. Zu Bestzeiten 2014/15 waren es zehn.

Ähnlich sieht es bei den Bundesliga-Profis aus. In Neuer, Hummels, James Rodríguez und Robert Lewandowski findet man in diesem Jahr ebenfalls vier Bundesliga-Spieler in den Top 50. Diesen Wert hatte es lediglich 2009/10 gegeben. Damals waren es Gomez, Enke, Lahm und Frank Ribery. Den Spitzenwert erreichte die Bundesliga bei FIFA 15 mit 13 Top-Spielern.

Die Werte passen ins Bild: Wie heute befand sich die Bundesliga 2009/10 im Kampf mit der französischen Liga um den dritten bzw. vierten Champions-League-Platz. Die Leistung der deutschen Nationalmannschaft hing an wenigen Spielern. Mit dem Generationswechsel der Nationalmannschaft zur WM in Südafrika und dem Bayern-Einzug in das Champions League-Finale 2010 wurde die deutsche Spielkultur auf ein neues Level gehoben. Der Erfolg gipfelte 2013 im Champions-League- und 2014 im Weltmeistertitel. Zeitweilig wurde die Bundesliga als beste Liga der Welt bezeichnet.

Erstellt wurde die Untersuchung vom Sportportal „ChuckNoRisk“. Analysiert wurden die Spielerdaten über zehn Jahre. Neben den Punkten für Bundesliga- und deutsche Profis wurden auch internationale Daten und die Potenzialbewertungen von Jungprofis gesammelt.

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