FIFA 20 Andrea Pirlo Icon
Foto: EA Sports

In knapp zwei Monaten startet der Videospiel-Hit FIFA 20, die Vorfreude der Zocker steigt täglich. In den vergangenen Jahren hat es Spiele-Hersteller EA Sports perfektioniert, die Fan-Gemeinde im Vorfeld häppchenweise mit Infos zusätzlich anzuheizen. Und so verwundert es kaum, dass die Macher einer der erfolgreichsten Fußball-Simulationen schon jetzt für den beliebtesten Modus „FIFA Ultimate Team“ die erste neue Legenden-Karte rausgehauen haben.

Es ist Andrea Pirlo, der frühere Superstar des Serie-A-Spitzenklubs Juventus Turin – ausgerechnet der Verein, für den EA zum offiziellen Spiel-Start am 27. September keine Namenslizenzen mehr besitzt.

Doch das ist es nicht, was die FIFA-Fans beschäftigt. Vielmehr sorgen sie sich, dass EA einmal mehr einen einstigen Spitzenspieler zur Verfügung stellt, dessen Leistungsattribute für das bisherige Gameplay der FIFA-Serie eher ungeeignet erscheinen. Und das dürfte noch einigermaßen untertrieben sein.

Denn „Il Professore“ hat zwei Schwächen: Für viele Zocker zählt er mit 1,77 Meter nicht zu den gerne gespielten großen Spielern bei FIFA. Und er war zu aktiven Zeiten nicht besonders schnell. Auch wenn die Werte für Pirlos Icon-Karte noch nicht bekannt sind, steht zu erwarten, dass sie in der Kategorie „Pace“ (z. deutsch „Geschwindigkeit“) nicht höher als 75 werden.


Was sind Icon-Karten?
EA ehrt die größten Fußballer aller Zeiten mit so genannten Ikonen-Karten. Genaue Kriterien sind nicht bekannt, nach denen EA die Spieler auswählt. Nur eines ist sicher: Die Spieler sind nicht mehr aktiv als Profi unterwegs. Die Legenden-Karten weisen in aller Regel hohe Werte sowie entsprechend hohe Preise auf und sind sehr selten in Packs zu ergattern.


Und die Zocker sind gnadenlos. Wenn der Speed nicht passt, nutzen Technik, Spielverständnis oder Raffinesse oft wenig, um die Kontributoren zu überzeugen, den filigranen Mittelfeldspieler in ihr Team zu übernehmen.

Unter dem offiziellen Tweet sowie in Foren wird bereits reichlich diskutiert und der Tenor ist eindeutig: FIFA-Spieler erwarten eine in Relation zu ihrem Preis wertlose Karte. Sprich, nicht viele werden die nötigen Münzen investieren, um Pirlo dann in der Praxis auch zu spielen.

Zuletzt gab es Pirlo als aktiven Spieler in seiner letzten Saison einer grandiosen Karriere in der SBC-Premium-Version bei FIFA 18. Eine 91er-Karte, die vielen Fußball-Liebhabern gefiel, aber in den harten Weekend-League-Spielen eine massive Schwäche eines Teams bedeuten konnte. Denn auch dort fehlten Spitzenwerte bei den wichtigen Kategorien.

Eine Hoffnung bleibt allerdings bestehen: In FIFA 20 könnte EA das Gameplay verändern, so dass kleine und langsame, aber technische starke Spieler effektiver werden als bislang. Ob dem so ist, werden wir wohl erst zum Release erfahren.