FIFA 20 CL-Karten
Foto: Screenshot Youtube/Smexy

Der nächste Fail von EA Sports ist amtlich: Der Spiele-Hersteller der Fußball-Simulation FIFA 20 hat am Montag im Ultimate-Team-Modus die Champions-League-Karten in die Packs geballert. Das war so sicher nicht geplant.

Was genau ist passiert? In den Packs tauchten plötzlich die ersten blauen Spezialkarten auf, die alle Spieler der Champions-League-Teilnehmer erhalten. Angekündigt war diesbezüglich nichts.

Komisch zudem: CL-Karten waren bei FIFA 19 im Rating immer einen Punkt stärker als die Standard-Version. Aktuell weisen sie in FIFA 20 den gleichen Wert auf wie die Standard-Karte. Es gibt Gerüchte, dass es sich bei den CL-Karten in FIFA 20 um Live-Karten handeln könnte. Sprich, sie könnten im Rating steigen – wie beispielsweise in der vergangenen FIFA-Version die „Road to the Final“-Karten.

Wo liegt das Problem für die Spieler? Für die Zocker waren die CL-Karten mitunter ein herber Schlag. Denn anstatt einer lukrativen Ones-to-Watch-Karte gab es für viele Stunden eine Champions-League-Variante der betreffenden 23 Spieler, die eine OTW erhalten haben. Denn die OTW-Karte ist aktuell erheblich wertvoller.

EA reagierte via Twitter:

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EA hat die CL-Karten also gegen Mitternacht wieder aus den Packs entfernt. Die Karten, die bis dato in Packs gezogen wurden, verbleiben bis auf weiteres im Spiel und sind in Teilen auf dem Transfermarkt zu sehen und natürlich auch zu kaufen.

Und die User, die statt OTW eine UCL-Karte gezogen haben, werden im Spiel benachrichtigt und wahrscheinlich nachträglich die „richtige“ Karte erhalten. Bestätigt ist dies allerdings noch nicht:

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Trotz allem war der Ärger der Community groß. „Funktioniert hier überhaupt irgend etwas? Wie bekommen ich mein Geld zurück?“, fragt ein User stellvertretend für viele.

Doch dies war nicht der einzige Fail von EA. Ein weiteres Problem sind Price-Range-Anpassungen. Eine war besonders schwerwiegend: Bayern-Spieler Serge Gnabry, dessen Preis in den vergangenen Tagen zwischen 32.000 und 35.000 Münzen lag, hatte plötzlich ein Preis-Maximum von 20.000 und wurde entsprechend mit einem Schlag zum Schnäppchen.

So verloren Zocker, die Gnabry teuer gekauft und in der Phase der Maximal-Preis-Anpassung auf dem Transfermarkt angeboten haben, viele Münzen. Wer den rechten Mittelfeldspieler hingegen für 20.000 Münzen holte, kann ihn nun entspannt mit fünfstelligem Gewinn wieder verhökern.

Der Preis-Fail könnte theoretisch mit dem CL-Karten-Fail zusammenhängen, denn die CL-Version von Gnabry hatte ebenfalls ein 20.000-Münzen-Limit. Das könnte dann die Standard-Karte entsprechend beeinflusst haben und wäre als programmatischer Fehler zu werten.

Was bleibt, ist viel Ärger und viel Arbeit für EA. Die Zocker-Gemeinde ist jedenfalls nach wenigen Tagen schon wieder auf den Barrikaden. Und trotzdem werden Millionen Mitglieder einfach weiter im Ultimate-Modus weitermachen.