Deutscher Computerspielpreis 2021 Barbara Schöneberger Uke Bosse
Barbara Schönberger und Uke Bosse bei der Verleihung des deutschen Computerspielpreises. Foto: Franziska Krug / Getty Images für Quinke Networks

Das Echtzeit-Taktikspiel „Desperados III“ des Münchner Studios Mimimi Games ist beim deutschen Computerspielpreis (DCP) 2021 als „Bestes Deutsches Spiel“ ausgezeichnet worden. Die Entwickler nahmen die mit 100.000 Euro dotierte Auszeichnung aufgrund der Corona-Krise am Dienstagabend auf einer digitalen Preisverleihung im Internet entgegen.

Moderiert wurde die Show erneut von Barbara Schöneberger, an ihrer Seite trat Schauspieler und Dozent im Fachbereich Gamedesign Uke Bosse auf. Als weitere Promis vor die Kamera traten Benedikt Grindel von Ubisoft, das populäre Streamer-Duo Piet und Brammen von PietSmiet, Netzreporter und selbst ernannter „Senf-Experte“ Colin Gäbel, die charmanten Jungs der Krefelder Heavy-Metal-Ikone „Blind Guardian“, Moderatorin Laura Wontorra und Comedian Kaya Yanar.

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Der zugeschaltete Minister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer (CSU), lobte vor allem die real wirkende Spielwelt und die herausfordernden Spielabläufe. „Desperados III“ schickt die Spieler auf Zeitreise in den Wilden Westen, um dort Schurken das Handwerk zu legen. Mit bis zu fünf Charakteren kämpft sich der Spieler durch Sümpfe und Städte, wo ihn unterschiedliche Abenteuer erwarten – vom Auftragsmord bis zur Sprengung einer Zugbrücke. Das Besondere: Statt von wildem Rumgeballer sind vielmehr Taktik und Kalkül gefragt, denn die Charaktere agieren oftmals heimlich.

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Deutscher Computerspielpreis 2021: „El Hijo – A Wild West Tale“ als „Bestes Familienspiel“ ausgezeichnet

In der mit 80.000 Euro dotierten Kategorie „Bestes Familienspiel“ gewann „El Hijo – A Wild West Tale“ vom Berliner Entwickler Honig Studios. Das Spiel ist an einem mythischen Ort angesiedelt, der dem amerikanischen Westen ähnelt. Die Spieler schlüpfen in die Rolle eines Kindes, das durch drei verschiedene Umgebungen schleicht: ein abgelegenes Kloster, einen rauen Wüstenabschnitt und eine Stadt voller Verbrechen.

Deutscher Computerspielpreis 2021: Alle Gewinner

Der Deutsche Computerspielpreis wurde in diesem Jahr in 15 Kategorien vergeben. Das sind alle Gewinner:

Bestes Deutsches Spiel (dotiert mit 100.000 Euro): Desperados III (Mimimi Games/THQ Nordic)

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Die weiteren zwei Nominierten erhalten jeweils 30.000 Euro:

  • Cloudpunk (ION Lands)
  • Iron Harvest (King Art/Koch Media)

Bestes Familienspiel (dotiert mit 100.000 Euro für das Gewinnerspiel): El Hijo – A Wild West Tale (Honig Studios, Quantumfrog/HandyGames – a THQ Nordic Division)

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Die weiteren zwei Nominierten erhalten jeweils 20.000 Euro:

  • Curious Expedition 2 (Maschinen-Mensch/Thunderful)
  • Dorfromantik (Toukana Interactive)

Nachwuchspreise – Bestes Debüt (dotiert mit 60.000 Euro): Dorfromantik (Toukana Interactive)

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Die weiteren zwei Nominierten erhalten jeweils 20.000 Euro:

  • Penko Park (Ghostbutter)
  • Scribble It! (Detach Entertainment)

Nachwuchspreise – Bester Prototyp (dotiert mit 50.000 Euro): Passing By (Hannah Kümmel, Jan Milosch, Marius Mühleck, Ilona Treml)

Die weiteren vier Nominierten erhalten jeweils 25.000 Euro:

  • Ampere (Laura Brosi, Mathieu Hentschel, Christopher Meier, Dave von Felten)
  • Get Together (Alyssa Cooper, Heinrich Hammann, Mathilde Hoffmann, Maike Koller, Moritz Reinert, Nicolai Scham, Simon Sturm)
  • Mukana – Battle of Asgard (Andreas Bechert, Felix Graf, Stefan Gruber, Tim Hoffmann, Alexander Keussen)
  • The Social Engineer (Fabian Fischbach, Daniel Hirschle, Pascal Jansen)

Beste Innovation und Technologie (dotiert mit 35.000 Euro): Holoride (Holoride)

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Beste Spielewelt und Ästhetik (dotiert mit 35.000 Euro): Cloudpunk (ION Lands)

Bestes Gamedesign (dotiert mit 35.000 Euro): Dorfromantik (Toukana Interactive)

Bestes Serious Game (dotiert mit 35.000 Euro): Welten der Werkstoffe (Cologne Game Lab der TH Köln)

Bestes Mobiles Spiel (dotiert mit 35.000 Euro): Polarized! (Marcel-André Casasola Merkle/TheCodingMonkeys)

Bestes Expertenspiel (dotiert mit 35.000 Euro): Suzerain (Torpor Games/Fellow Traveller)

Bestes Internationales Spiel (undotiert): The Last of Us Part II (Naughty Dog/Sony Interactive Entertainment)

Bestes Internationales Multiplayer-Spiel (undotiert): Animal Crossing: New Horizons (Nintendo)

Spielerin/Spieler des Jahres (undotiert): Gnu (Jasmin K.)

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Studio des Jahres (dotiert mit 40.000 Euro): Mimimi Games (München)

Sonderpreis der Jury (dotiert mit 10.000 Euro): Indie Arena Booth Online 2020 (Super Crowd Entertainment)

„Gratulation an alle Gewinnerinnen und Gewinner des Deutschen Computerspielpreises 2021! Ob Spiele-Projekt mit Millionen-Budget oder Studierenden-Projekt: Der Deutsche Computerspielpreis zeigt abermals, wie groß die Vielfalt und das Potenzial der deutschen Games-Branche in allen Bereichen sind. Genau das werden wir als Branche durch die Games-Förderung des Bundes auch aus Deutschland heraus zukünftig noch besser nutzen können“, sagte game-Geschäftsführer Felix Falk.

Der Deutsche Computerspielpreis ist mit insgesamt 790.000 Euro dotiert. Er ist die wichtigste Auszeichnung für Games „Made in Germany“ und wird seit 2009 verliehen. Ausrichter sind die Bundesregierung und der „game – Verband der deutschen Games-Branche“. Gefördert wurde die diesjährige Preisverleihung außerdem vom Medienboard Berlin-Brandenburg.

Quelle: dpa