Warzone Anti-Cheat RICOCHET ist live!

Warzone hatte in der Vergangenheit ernstzunehmende Probleme mit Cheatern und Hackern. Mit dem neuesten Update nach Season 1 ist jetzt endlich der langerwartete Anti-Cheat RICOCHET live gegangen. Was kann der neue Anti-Cheat?
Foto: Activision

Warzone hatte bis jetzt kein Anti-Cheat-System und somit wachsende Probleme mit Cheatern. Zahlreiche Seiten verkauften Wallhacks, Aimbots und andere Cheats, mit denen die Käufer den ehrlichen Spielern den Spaß versauten. Das Cheater-Problem wurde sogar so groß, dass im letzten Jahr mehrere Content Creator und Streamer aufhörten Warzone zu spielen. Mit Call of Duty: Vanguard wurde dann aber der neue Anti-Cheat namens RICOCHET angekündigt. Nach längerer Wartezeit ist das System jetzt endlich weltweit auch in Warzone live und heizt Cheatern ordentlich ein.

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Was ist der RICOCHET Anti-Cheat?

RICOCHET ist eine Kombination aus einem Kernel-Level-Treiber, der auf dem PC des Spielers läuft und serverseitigen Maßnahmen wie maschinellem Lernen. Der Treiber überwacht das System des Nutzers und sucht nach Programmen, die versuchen mit Warzone oder Vanguard zu interagieren. Außerdem hilft der Treiber dabei verdächtiges Verhalten im Spiel aufzudecken und lernt mit der Zeit dazu. So drücken es die Entwickler selbst aus:

„Der Kernel-Level-Treiber für PC als Teil des RICOCHET Anti-Cheat-Systems überwacht Software oder Anwendungen, die versuchen, mit Call of Duty: Warzone zu interagieren… Der Treiber wird dem RICOCHET Anti-Cheat-Team helfen, verdächtiges Verhalten zu erkennen und diese Daten zu nutzen, um die allgemeine Anti-Cheat-Sicherheit im Laufe der Zeit zu verbessern.“

Wer von dem neuen Anti-Cheat-System wiederholt erwischt wird muss mit Account- und sogar Hardware- oder IP-Sperren rechnen. Wenn man einen Hardware-Bann erhält, kann Warzone –  egal mit welchem Account – nicht mehr auf dem gleichen PC gespielt werden. Wer einen IP-Bann erhält, kann das Spiel theoretisch nicht mal mit einem neuen PC starten. Activision macht her also keine halben Sachen.

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Funktioniert RICOCHET?

Da der Anti-Cheat noch nicht lange live ist und natürlich noch fleißig mit Daten gefüttert werden muss, können wir noch nicht genau sagen, wie effektiv er sein wird. Allerdings gibt es auf Twitter und in einschlägigen Cheater-Foren schon zahlreiche Meldungen von Spielen, die Warzone nicht mehr spielen können.

Foto: chiamalogio via Reddit

Dieser Spieler beklagt sich, dass er einen Hardware-Bann erhalten hat und selbst mit neuen Accounts nicht mehr Warzone spielen kann. Selbst nachdem er einen neuen PC gekauft hat, konnte er das Spiel nicht starten. Anscheinend hat er also auch noch einen IP-Bann bekommen. In den Kommentaren freuen sich andere Nutzer darüber, dass der neue Anti-Cheat anscheinend gute Arbeit zu leisten scheint.

Natürlich gibt es nach wie vor auch noch die Möglichkeit verdächtiges Verhalten im Spiel zu melden und die Entwickler rufen sogar aktiv dazu auf. Je mehr Daten sie in den nächsten Wochen erhalten, desto schneller lernt RICOCHET dazu und desto einfacher fällt es ihm Cheater zu erkennen. Also verlasst euch lieber nicht zu sehr auf den Anti-Cheat und meldet fleißig weiter, wenn euch ein Hacker über den Weg laufen sollte. Insgesamt scheint Warzone aber eine deutlicher Cheater-freiere Zukunft bevorzustehen.