Call of Duty – Alles, was du wissen musst

Seit inzwischen fast 20 Jahren dominiert Call of Duty das Shooter-Genre wie kein zweites Spiel. Der wohl bekannteste Casual-Shooter der Welt hat erst vor Kurzem mit Warzone einen weiteren Boost bekommen und der aktuellste Teil der Reihe, Vanguard, bringt uns wieder zurück zu den Anfängen – in den Zweiten Weltkrieg. Aber wie hat sich Call of Duty über die Jahre entwickelt? Hier ist die Story von CoD.
Foto: Activision

Call of Duty ist keinesfalls der erste Shooter, aber es hat das Genre der FPS-Spiele (First Person Shooter) geprägt wie kein anderer. Nicht umsonst hat fast jeder Gamer schon etwas von Call of Duty gehört und vermutlich auch den einen oder anderen Teil selbst gespielt. Aber wie kam es überhaupt dazu? Ist jedes Call of Duty gleich? Gibt es eine Esports-Szene? All diesen Fragen gehen wir heute auf den Grund.

Seit wann gibt es Call of Duty?

Das erste Call of Duty erschien 2003 – ja, wenn du das erste CoD gespielt hast, giltst du inzwischen unter Gamern schon als Opa. Der erste Teil der Reihe schickte uns in der Haut verschiedener Soldaten der alliierten Streitmächte in den Zweiten Weltkrieg. Schon damals galt die Kampagne als spaßiges Actionspektakel und daran hat sich bis heute nichts geändert. Neben der Kampagne bot aber auch das originale Call of Duty schon einen Mehrspielermodus, der auch den Beginn einer wachsenden Esports-Szene ermöglichte.

Obwohl wir heute alle wissen, dass jedes Jahr ein neues Call of Duty erscheint, mussten wir anfangs tatsächlich bis 2005 auf Call of Duty 2 warten – ganze zwei Jahre also. Eine so lange CoD-Flaute sollte es bis zum heutigen Tag allerdings nie wieder geben. Seit 2005 haben wir jedes Jahr einen neuen Call-of-Duty-Titel auf die Festplatte bekommen. Zählt man Ableger wie Call of Duty: Mobile, Call of Duty: Online oder Call of Duty: Warzone nicht dazu, haben wir bis 2021 schon unglaubliche 18 CoDs bekommen.

Call of Duty 2 und Call of Duty: Vanguard im Vergleich. | Foto: Activision

Wer entwickelt Call of Duty?

Wie das funktioniert? Ganz einfach. Publisher Activison beschäftigt zahlreiche Entwicklerstudios, die sich abwechselnd um die neuen Call of Dutys kümmern. Im Großen und Ganzen gibt es derzeit drei Studios, die sich um die Entwicklung der jährlichen Releases kümmern: Infinity Ward (erstes CoD-Studio und besonders für die Modern Warfare-Reihe bekannt), Treyarch (besonders für die Black Ops-Reihe bekannt), Sledgehammer Games (bekannt für Advanced Warfare, WWII und das aktuelle Vanguard). Neben diesen drei Hauptstudios gibt es zahlreiche kleinere Studios, die bei der Entwicklung helfen. Am bekanntesten dürften hier Raven Software sein, die mit dem Launch von Warzone hauptverantwortlich dessen Entwicklung übernommen haben.

Um was geht es in Call of Duty?

Kurz gesagt: Ballern! Die Serie ist mit einem Setting im Zweiten Weltkrieg gestartet und kehrt hier auch regelmäßig zurück. Allerdings werden auch aktuellere und sogar zukünftige Settings abgedeckt. Die Modern Warfare Reihe befasst sich mit aktuelleren Konflikten und Terrorismusbekämpfung, während die Black Ops Reihe sich mit diversen Settings wie dem Kalten Krieg, aber auch der Zukunft befasst. Neben Schlachten im Zweiten Weltkrieg oder im Nahen Osten können wir so in Infinite Warfare zum Beispiel auch im Weltall kämpfen. In Call of Duty gibt es also keine Grenzen, was das Umfeld angeht, in dem geballert wird.

Foto: Activision

Wie funktioniert Call of Duty?

Call of Duty ist ein typischer First Person Shooter. Wir steuern einen Soldaten in der Egoperspektive und können mit zahlreichen Waffen in recht flotten Gefechten Chaos verbreiten. Eine kinoreife Einzelspielerkampagne sowie ein Mehrspielermodus sind seit jeher Teil von CoD. Allerdings muss man klar sagen, dass der moderne Multiplayer-Shooter erst von Modern Warfare (2007) und insbesondere Modern Warfare 2 (2009) geprägt wurde.

Diese beiden Titel führten erstmals das unglaublich motivierende System ein, dass sämtliche Aktionen in Multiplayer-Matches mit XP belohnt werden. Auf diese Weise konnte man Waffen, Skins und andere Cosmetics freischalten, was zu einer wahren Suchtspirale führt. Seither wurde dieses System in so ziemlich jedem kompetitiven Shooter übernommen.

Allerdings führten die Entwickler schon bald einen dritten Modus neben Kampagne und Multiplayer ein. 2008 kam in CoD: World at War erstmals der Zombies Modus zum Vorschein, der sich als dritter Koop-Modus vor allem in der Black-Ops-Reihe seit jeher großer Beliebtheit erfreut. Während Treyarch und Sledgehammer auf den eben genannten Zombies Modus setzen, führte Infinity Ward mit Modern Warfare 2 den Spec-Ops-Modus ein. Dieser Koop-Modus bietet mehrere eigenständige Missionen, die sich auf verschiedenen Schwierigkeitsgraden spielen lassen.

Foto: Activision

Gibt es Call of Duty Esports?

Was für eine Frage… Natürlich! Direkt zu Beginn des Call of Duty Franchise begann sich die sogenannte Major League Gaming (MLG) zu formen, eine Firma, die die ersten Call of Duty Turniere veranstaltete. Mit dem Kauf der Website Gamebattles weiteten sich die CoD-Turniere bald aus, bis im Jahr 2009 mit der Major League Championship das erste richtig große Turnier stattfand.

Hier traten erstmal Namen wie Matthew “Nadeshot” Haag, Raymond “Rambo” Lussier, Will “Bigtymer” Johnson oder Brandon “Sharp” Rodgers auf den Plan. Nadeshot kennt man heute vor allem als CEO der Esports Organisation „100 Thieves“. 2010 traten dann noch bekanntere Namen wie Scump, Teepee und Aches auf den Plan, die der Szene zu wachsender Aufmerksamkeit verhalfen. Nach einigen Jahren wurde die MLG schließlich von der offiziellen Call of Duty World League abgelöst, die 2019 in der aktuellen Call of Duty League (CDL) mündete.

In der CDL treten seit ihrer Gründung 12 Teams an, die jeweils eine Stadt repräsentieren. Da es sich um eine Franchise League handelt, müssen Spots in der League gekauft werden, es ist also nicht möglich, als Team einfach in die CDL „aufzusteigen“. Aufgrund dieses Systems bleiben die Teams in der Regel dieselben, sie tauschen lediglich zum Ende jeder Season Spieler untereinander aus. Insgesamt lässt sich sagen, dass CoD schon immer ein sehr kompetitives Spiel ist, die CDL aber ein sehr kleiner und exklusiver Klub ist, der deshalb auch kaum mit Esports-Riesen wie CS:GO oder League of Legends konkurrieren kann.

Neben der offiziellen Call of Duty League gibt es dank Warzone aber auch zahlreiche Turniere im kostenlosen Battle-Royale-Ableger von Call of Duty. Hier treten regelmäßig kleine und große Streamer, Content Creator und teilweise auch CDL-Profis gegeneinander an und kämpfen um nicht unbeträchtliche Geldpreise.

Was ist das aktuelle Call of Duty?

Das aktuelle Call of Duty heißt CoD: Vangurad, wurde von Sledgehammer entwickelt und spielt wieder im Zweiten Weltkrieg. Es orientiert sich vom Spielgefühl her deutlich mehr an der Modern Warfare Reihe, was sich besonders in der sehr schnellen Time to Kill und einigen Funktionen, wie dem Aufstützen von Waffen zeigt. Neben einer gewohnt actionreichen Kampagne und einem hervorragenden Multiplayer, bietet Vanguard auch wieder einen Zombies Modus. Wenn ihr tiefer in Vanguard eintauchen wollt, haben wir uns bereits die besten Waffen in Vanguard angeschaut und auch einige Map Guides für euch vorbereitet.

>> Call of Duty: Vanguard Map Guide – Eagle’s Nest <<

Foto: Activision

Was ist Warzone?

Call of Duty: Warzone ist ein eigenständiges Spiel, das neben den jährlichen Veröffentlichungen besteht. Das Spiel erschien 2019 als kostenloser Battle-Royale-Ableger des damals aktuellen Modern Warfare (2019). Warzone kann komplett kostenlos heruntergeladen und gespielt werden. Es kann ausschließlich im Multiplayer in sogenannten Battle Royal Modi gespielt werden. Hierbei werden bis zu 150 Spieler auf einer großen Map abgesetzt, die je nach Modus alleine, in Duos, Trios oder Quads ums Überleben kämpfen. Der letzte Spieler bzw. das letzte Team gewinnt.

Das besondere an Warzone ist, dass sämtliche andere CoDs, die seitdem erschienen sind, in das Spiel integriert werden. Warzone ist mit den Waffen und Mechaniken aus Modern Warfare (2019) gestartet, ein Jahr später wurden die Waffen aus Black Ops Cold War hinzugefügt und die Map leicht angepasst. Anfang Dezember 2021 wird jetzt mit Vanguard das dritte CoD in Warzone integriert, das außerdem eine komplett neue Map für das Battle Royale mit sich bringt. Das eigenständige Spiel erfreut sich großer Beliebtheit und ist seit seinem Release eins der meistgestreamten Spiele auf Twitch. Wer jetzt Blut geleckt hat und auch mal ein bisschen gratis in Warzone um sich schießen will, findet hier die besten Waffen dafür:

>> Call Of Duty: Die besten Waffen in Warzone <<