Sturmtiefs wüten in Düsseldorf: 450 Einsätze der Feuerwehr

Auf "Ylenia" folgten am Wochenende "Zeynep" und "Antonia". In Düsseldorf musste die Feuerwehr insgesamt zu 450 Einsätzen ausrücken.
Feuerwehr Düsseldorf Zeynep
Die Feuerwehr Düsseldorf kümmert sich um einen durch Sturmtief "Zeynep" umgestürzten Baum. Foto: Feuerwehr Düsseldorf
Feuerwehr Düsseldorf Zeynep
Die Feuerwehr Düsseldorf kümmert sich um einen durch Sturmtief "Zeynep" umgestürzten Baum. Foto: Feuerwehr Düsseldorf

Auf ein Sturmtief folgt das nächste: „Zeynep“ ist am Wochenende über Düsseldorf gezogen und hat zahlreiche Schäden angerichtet. Dies führte ab Freitagabend zu einem sprunghaften Anstieg von Notrufen in der Leistelle der Feuerwehr Düsseldorf. Am gesamten Wochenende musste die Feuerwehr insgesamt zu 450 sturmbezogenen Einsätzen ausrücken. 320 davon wurden zwischen Freitagnachmittag und Samstagmorgen verzeichnet.

Für den Großteil aller Einsätze sorgten umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste sowie umgestürzte Bäume. An drei Einsatzstellen war die Feuerwehr allerdings besonders gefordert. Am Freitag gegen 18.13 Uhr wurde ein instabiles Baugerüst gemeldet, das durch den starken Wind drohte umzustürzen. Die Einsatzkräfte konnten das Baugerüst mit Spanngurten jedoch schnell sichern, ehe die Einsatzstelle wieder an die Gerüstbaufirma übergeben wurde.

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Eine weitere größere Einsatzstelle wurde der Feuerwehr um 18.42 Uhr gemeldet. Im Stadtteil Benrath löste sich auf circa 70 Quadratmetern das Dach des Bürgerhauses, 20 davon waren auf die Straße gestürzt. Gegen 20.30 Uhr meldeten sich Passanten bei der Feuerwehr und berichteten, dass vom technischen Rathaus an der Brinckmannstraße Fassadenteile auf einer Fläche von 25 mal sechs Metern auf die Straße stürzen. Zur Unterstützung forderte die Feuerwehr dort einen Statiker an.

Insgesamt setzte die Feuerwehr Düsseldorf mit der Abarbeitung der Sturmschäden rund 220 Einsatzkräfte ein, welche sich aus Einheiten hauptamtlicher und ehrenamtlicher Helfer zusammensetzten. Bis zum Samstagabend wurden nach ersten Erkenntnissen keine Menschen verletzt.

Stürme in Düsseldorf: Feuerwehr auch am Montag noch gefordert

Nach 320 Einsätzen am Freitag waren 70 am Samstag gefolgt. In der Nacht zu Montag zog dann Sturm „Antonia“ auf und sorgte für weitere 50.

Vorsicht ist weiterhin geboten. Die Forstverwaltung warnt davor, die Wälder und Parks im Stadtgebiet zu betreten. Durch die aufgeweichten Böden könnten Bäume herunterfallen, außerdem sei mit herabfallenden Ästen zu rechnen. Vorsorglich hatte die Stadt den Wildpark sowie mehrere Freizeitanlagen und Friedhöfe bis einschließlich Sonntag geschlossen (alle Infos dazu hier). Zumindest der Wildpark wird nun bis einschließlich Montag geschlossen bleiben. Die Aufräumarbeiten werden weiter fortgesetzt.

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