Düsseldorfer Rosenmontagszug 2023? CC „fest entschlossen“

Der Düsseldorfer Karnevalszug 2022 ist abgesagt. Doch das Comitee Düsseldorfer Carneval ist "fest entschlossen", 2023 wieder einen Rosenmontagszug auszurichten.
Rosenmontagszug Düsseldorf 2020 Rathaus
Eine Tanzgruppe tritt beim Rosenmontagszug 2020 vor dem Düsseldorfer Rathaus auf. Foto: Bernd Thissen/dpa
Rosenmontagszug Düsseldorf 2020 Rathaus
Eine Tanzgruppe tritt beim Rosenmontagszug 2020 vor dem Düsseldorfer Rathaus auf. Foto: Bernd Thissen/dpa

Gerade einmal ein paar Tage ist es her, dass der zunächst auf den 29. Mai verschobene Rosenmontagszug in Düsseldorf komplett abgesagt wurde. Und schon jetzt richtet sich der Blick auf 2023: Kann im kommenden Jahr wieder ein Karnevalszug stattfinden? Das Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) ist optimistisch.

„Wir sind fest entschlossen“, berichtet CC-Geschäftsführer Hans-Jürgen Tüllmann der „Rheinischen Post“. „Es müsste wirklich viel passieren, damit wir noch einmal absagen.“ Bis 2023 habe man schließlich auch genug Zeit, über mögliche Lösungen und Alternativen zu beratschlagen, falls es etwaige Einschränkungen geben sollte.

Es müsse auch wieder etwas passieren: „Wir wollen die Freunde und Fans des Karnevals nicht frustrieren oder sogar dauerhaft verlieren.“ Um das zu verhindern appelliert Tüllmann an die Vereine, ihre Biwaks und Sommerfeste [zu] veranstalten, um den Kontakt aufrechtzuerhalten und gleichzeitig wieder Vorfreude auf die Session zu machen.“ Dass der Zug in diesem Jahr letztlich abgesagt wurde, hält er aber nach wie vor für richtig – und betont, dass die Entscheidung mit allen Vereinspräsidenten gemeinsam getroffen worden sei: „Keiner davon wollte an dem Zug festhalten.“

>> Düsseldorfer Karnevalsumzug am 29. Mai abgesagt – das ist der Grund <<

Düsseldorfer Karnevalsvereine bleiben auf Zoch-Kosten sitzen

Mit den Folgen haben die Vereine nun natürlich trotzdem zu kämpfen. Das Problem: Musik und Wurfmaterial waren oft schon bestellt. Im Falle der Prinzengarde Rot-Weiss etwa handelt es sich nach eigenen Angaben um 8,5 Tonnen, auf deren Kosten im fünfstelligen Bereich der Verein jetzt sitzen bleibt. Hinzu kommt, dass Sponsorengelder wegfallen, mit denen bereits kalkuliert wurde. „Das betrifft auch die kleineren Vereine“, erklärt Blau-Weiss-Präsident Lothar Hörning der „RP“.

Nun richtet sich der Blick also zwangsläufig schon auf 2023. Das Prinzenpaar steht bereits fest, das Datum für dessen Kürung sowie die TV-Sitzung auch. Bleibt für die Jecken zu hoffen, dass die allgemeine (Corona-)Lage sich bis dahin entspannt – damit endlich wieder ausgelassen gefeiert werden kann.