Düsseldorfer Polizei im Container? Bau-Chaos macht’s nötig

Polizei Düsseldorf in den Container? Das könnte schon bald Realität werden. Grund dafür sind die Bau-Probleme am Jürgensplatz.
Düsseldorf Coronavirus Polizei
Düsseldorfer Polizisten unterwegs in "ihrer" Stadt. Foto: Jonas Güttler/dpa
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Düsseldorfer Polizisten unterwegs in "ihrer" Stadt. Foto: Jonas Güttler/dpa

Eine der Aufgaben der Düsseldorfer Polizei ist es, Chaos in der Stadt zu verhindern – sei es durch Kriminelle, Verkehrsprobleme oder anderes. Aktuell gibt es aber wiederum durchaus chaotische Zustände rund um die Polizei in der NRW-Landeshauptstadt. Im Mittelpunkt steht das Polizeipräsidium.

Seit mittlerweile fast 100 Jahren hat die Polizei in Düsseldorf – mit einigen Ausnahmen – ihre Heimat am Jürgensplatz in der Nähe der Rheinkniebrücke. Eine dieser Ausnahmen betrifft die jüngere Vergangenheit: Vor rund fünf Jahren wurde der vorübergehende Umzug der Polizei vom Jürgensplatz in ein Zwischenquartier auf der Haroldstraße umgesetzt. Seitdem laufen die Umbauarbeiten am eigentlichen Standort.

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Polizei: Bau-Projekt Jürgensplatz bleibt chaotisch

Diese wurden durch einen Asbest-Fund deutlich erschwert. Der ursprüngliche Zeitplan war dadurch ohnehin schon illusorisch, nun zeichnet sich aber eine weitere Problematik für die Polizei ab. Denn wie die „Rheinische Post“ berichtet, muss das Quartier auf der Haroldstraße bald geräumt werden. Zum Problem wird dabei die „derzeitige allgemeine Materialknappheit und der Kapazitätsmangel im Baugewerbe“, wie der Bau- und Liegenschaftsbetrieb BLB der „RP“ bestätigt.

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Polizei Düsseldorf: Künftig in Containern auf der Völkinger Straße?

Die Probleme rund um das „Projekt Neubau Jürgensplatz“ häufen sich also. Während sich die Bauzeit immer weiter verlängert, muss die Polizei ihre Zelte auf der Haroldstraße bald wohl abreißen. Eine neue Zwischenlösung muss her – und diese werden wohl Container sein. An der Völklinger Straße soll ein Containerdorf entstehen, das zum Ende des Jahres die neue Heimat der Polizei wird.

Für die Haroldstraße, die vor der Polizei das Landesinnenministerium beheimatete, liegen die Zukunftspläne schon offen. Weiterhin soll das Areal in öffentlicher Hand bleiben. Es sollen zwei 100-Meter-Türme entstehen, die die NRW-Bank sowie das Finanzministerium beziehen. Bis es dazu allerdings kommt, hat die Polizei erst einmal noch einige Monate an der Haroldstraße. Dann beginnt das nächste Kapitel für die Beamten.

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