Düsseldorfer Impfzentrum schließt Mitte Dezember

665.000 Impfungen wurden im Zeitraum von fast zwei Jahren in Düsseldorfer Impfzentren verabreicht – jetzt wird das Angebot aufgrund einer Entscheidung des NRW-Gesundheitsministeriums eingestellt. Letzter Öffnungstag ist am 16. Dezember 2022. Auch mobile Impfangebote soll es danach nicht mehr geben. Damit verlagert sich das Corona-Geschehen komplett in die Hände der Ärzte und Apotheken.
Impfzentrum 2.0 Düsseldorf OB Keller
Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller bei der Eröffnung des "Impfzentrum 2.0". Foto: Malte Krudewig/dpa
Impfzentrum 2.0 Düsseldorf OB Keller
Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller bei der Eröffnung des "Impfzentrum 2.0". Foto: Malte Krudewig/dpa

Gemäß des 30. Erlasses zur Organisation des Impfgeschehens gegen COVID-19 sollen Kommunen ihre stationären und mobilen Impfangebote lediglich bis zum Ende dieses Jahres vorhalten. Diesem Erlass folgt auch das städtische Impfzentrum der Landeshauptstadt Düsseldorf: Der letzte Öffnungstag des städtischen Impfzentrums wird Freitag, 16. Dezember, sein; die mobilen Impfangebote werden am Samstag, 31. Dezember, eingestellt.  Wer sich in Nordrhein-Westfalen gegen das Coronavirus impfen lassen möchte, kann das ab dem kommenden Jahr weiterhin unkompliziert bei niedergelassenen Ärzten sowie in Apotheken machen.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller schaut auf die Einsatzeit des städtischen Impfzentrums zurück: „Nach fast zwei Jahren schließt nun das städtische Impfzentrum gemäß des Landes-Erlasses. Seit dessen Eröffnung im Februar 2021 konnten allein im Impfzentrum rund 665.000 Coronaschutzimpfungen verabreicht werden; in ganz Düsseldorf – einschließlich Arztpraxen, Impfzentrum, Impfstellen und Impfmobil – sind es sogar rund 1,6 Millionen Impfungen. Für diesen Erfolg im Kampf gegen die Pandemie möchte ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken, die diese große Zahl an Schutzimpfungen mit ihrem hohen Engagement möglich gemacht haben – besonders Thomas Tremmel, der als Leiter des Impfzentrums die Einrichtung die ganze Zeit über betreut hat.“

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Gesundheits- und Feuerwehrdezernent Christian Zaum ergänzt: „Die kommunalen Impfangebote in den vergangenen zwei Jahren haben einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie geleistet. Stets haben wir auf sich verändernde Situationen und steigende Impfnachfragen reagiert. Allen Düsseldorferinnen und Düsseldorfern konnte so ein niederschwelliges Impfangebot gemacht werden. Ich bin stolz, dass die Stadtverwaltung so gut und amtsübergreifend agiert hat und dass das Impfzentrum so schnell realisiert und erfolgreich betreut werden konnte.“

Die Koordinierenden Covid-Impfeinheiten (KoCI) werden bis zum 31. März 2023 fortgeführt und stehen vom 1. Januar bis 31. März im Bedarfsfall mit mobilen Impfangeboten zur Verfügung. Die KoCI wird das örtliche Impfgeschehen – insbesondere in Einrichtungen mit vulnerablen Personengruppen wie Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe – engmaschig begleiten.

Düsseldorfer Impfzentrum öffnete im Februar 2021 in der Merkur Spiel-Arena

Das Impfzentrum öffnete im Februar 2021 in der Merkur Spiel-Arena seine Türen. Auf zwei Ebenen und einer Fläche von rund 8.000 Quadratmetern hatten Gesundheitsamt, Feuerwehr und Rettungsdienst, D.LIVE sowie weitere Partner schon im Dezember 2020 das Impfzentrum realisiert. Der damalige Ministerpräsident Armin Laschet sowie der damalige Bundesgesundheitsminister Jens Spahn besuchten das Impfzentrum noch vor der Eröffnung. An dieser Stelle war es für rund acht Monate an fünf Tagen in der Woche in der Zeit von morgens 8 Uhr bis abends 20 Uhr eine wichtige Anlaufstelle im Kampf gegen das Virus.

Im September 2021 wurde der Impfbetrieb in der Merkur Spiel-Arena dann vollständig vom Impfmobil und den dezentralen Impfstellen im Atrium am Hauptbahnhof und am U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee übernommen. Auch am Flughafen Düsseldorf wurde eine Impfstelle eingerichtet.

Ab November 2021 war das „Impfzentrum 2.0“ dann in unmittelbare Nähe zum Hauptbahnhof am Bertha-von-Suttner-Platz 1 zu finden. Auf rund 1.600 Quadratmeter wurden mehrere Impfstraßen eingerichtet, wodurch die Impfkapazitäten erhöht werden konnten.

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Darüber hinaus wurden Corona-Impfaktionen in den kommunalen Unterkünften aus den Bereichen Asyl und Obdach sowie für Menschen mit Lebensmittelpunkt auf der Straße, in Notschlafstellen und Tagesstätten realisiert. Auch an weiterführenden Schulen oder im Rahmen von Veranstaltungen wie einem Fortuna-Spiel sowie auf Deutschlands größter Anime-, Manga- uns Japan-Convention DoKomi wurden Impfungen angeboten.

Seit Dezember 2021 wurden die Coronaschutzimpfungen auch für Kinder angeboten, was auf großen Anklang gestoßen ist: Mehr als 10.000 Anrufe zur Terminvergabe für Kinderimpfungen erreichten in der ersten Stunde die Corona-Hotline.