Düsseldorfer Gastronomie freut sich: Die Terrassen-Gebühr ist vom Tisch!

Aufgrund der Corona-Krise waren die Zahlungen ausgesetzt worden, ab Ende Februar sollten Düsseldorfer Gastronomen für ihre Außenbereiche wieder tief in die Tasche greifen. Jetzt stellen sowohl Politik, als auch Branchenverband Dehoga klar: Es muss weiterhin nicht gezahlt werden.
Ufer 8 Terrasse Düsseldorf Altstadt Rhein Sonnenuntergang
Foto: Tonight.de / J. Sammer
Ufer 8 Terrasse Düsseldorf Altstadt Rhein Sonnenuntergang
Foto: Tonight.de / J. Sammer

Es sind gute Nachrichten für die Gastronomie in Düsseldorf: Auch in diesem Sommer fallen die sogenannten „Sondernutzungsgebühren“ für Außenflächen weg. Zuvor gab es einige Aufregung wegen einer Erklärung der Stadtverwaltung: Eigentlich hätten Gastronomen vom 1. März bis zum 31. Oktober wieder in die Tasche greifen sollen. CDU und Grüne korrigierten nun die Entscheidung der Verwaltung.

Eigentlich freut sich jeder darauf: Endlich wieder in der Sonne sitzen und unter freiem Himmel ein Bierchen oder einen kühlen Cocktail zischen. Doch für die von Corona noch immer gebeutelte Düsseldorfer Gastro ist der beliebte Außenbereich kein leichtes Thema. Bereits in der Vergangenheit gab es immer wieder Streitigkeiten und besondere Auflagen und Anforderungen – von beiden Seiten aus. Bereits seit dem Start der Pandemie können diverse Restaurants und Bars ihre Terrassen auch auf öffentlichen Parkflächen und Parkplätzen betreiben.

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Gebühren sollten auch abschreckend wirken

Das Vorpreschen der Verwaltung zur Rückkehr der Sondernutzungsgebühren ist recht einfach begründet: Die gelockerten Auflagen für Innenräume würden es den Betrieben wieder hinreichend erlauben, ihrem Geschäft nachzugehen und Kunden zu empfangen. Zudem sollen die Gebühren abschreckend wirken. Der Straßenraum solle nicht in Anspruch genommen werden, obwohl betriebswirtschaftlich kein Bedarf besteht.

FDP-Fraktionschef Manfred Neuenhaus sagte dazu der Redaktion von RP Online: „Es ist ökonomisch und psychologisch falsch, jetzt wieder die Gebühren zu erheben.“ Und auch die IHK ist mit an Bord gegen die Rückkehr der Gebühren: „Auch wenn die Haushaltslage der Landeshauptstadt coronabedingt angespannt ist, würden wir es begrüßen, wenn auch in diesem Jahr die Gastronomie-Betriebe die Außenterrassen kostenfrei nutzen könnten“, sagt Marion Hörsken, Geschäftsführerin Branchenbetreuung. Nebenbei unterstützt der Dehoga die Verlängerung der Befreiung bis zum Ende des Sommers.

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Stadt Düsseldorf will auf hohe Einnahmen von 1,5 Millionen Euro verzichten

Der entsprechende Antrag soll bereits am 3. Februar in der Sitzung des Stadtrats eingebracht werden. Die Kursänderung hatte bereits Oberbürgermeister Stephan Keller angedeutet: Die Chancen stehen also sehr gut, dass nicht nur die Gäste in diesem Jahr im Außenbereich der Düsseldorfer Gastronomie entspannen können. Zusätzlich sollen auch spezielle Bereiche in Parklücken wieder erlaubt werden – ein großes Thema, beispielsweise auf der Luegallee in Oberkassel, wo der Platz immer knapp bemessen ist. Die Stadt verzichtet damit übrigens Einnahmen von 1,5 Millionen Euro.

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