Düsseldorf: Stadtwerke erhöhen Gaspreise massiv im neuen Jahr

Die Stadtwerke Düsseldorf haben am Dienstag eine deutliche Erhöhung der Gaspreise angekündigt. Die Erhöhung soll im neuen Jahr kommen.
Gaszähler
Der Blick auf den Gaszähler – für die meisten Verbraucher nicht vergnügungssteuerpflichtig. Foto: David Ebener/dpa
Gaszähler
Der Blick auf den Gaszähler – für die meisten Verbraucher nicht vergnügungssteuerpflichtig. Foto: David Ebener/dpa

Gaskunden der Stadtwerke Düsseldorf dürften wenig Lust auf den Jahreswechsel haben. Denn die Stadtwerke haben eine satte Preiserhöhung angekündigt. Bereits im August hatten die Stadtwerke Düsseldorf die Gaspreise um 30 bis 40 Prozent angehoben. Am Dienstag, den 6. Dezember, gaben die Stadtwerke dann bekannt, dass sie am 1. Februar 2023 erneut die Preise anziehen werden.

Diesmal aber nicht um 3,08 Cent je Kilowattstunde, wie es im August der Fall war. Im Februar steigt der Preis erneut um knapp acht Cent je Kilowattstunde von 9,48 Cent auf 17,15 Cent. Das ist ein Plus von 80 Prozent.

Immerhin kommt die Gaspreisbremse im neuen Jahr, die etwas entlastet. Final beschlossen ist diese zwar noch nicht, aber es wird damit gerechnet, dass der Beschluss in wenigen Wochen steht. Doch ohne Einsparungen würde der Preis selbst mit der Gasbremse um 35 Prozent steigen, schreibt die „Rheinische Post“. Nur wer es zudem schafft, weitere 20 Prozent einzusparen, der kommt am Ende auf null raus, heißt es weiter.

Stadtwerke Düsseldorf: Preiserhöhung soll mit Gaspreisbremse kommen

Begründet werden die Preissteigerungen mit den Anstiegen auf den Rohstoffmärkten, die wiederum so heißgelaufen sind wegen des Kriegs in der Ukraine. Im Gegensatz zu früheren Jahren ist der Preis um mehr als fünfmal so hoch für eine Kilowattstunde.  Nur aufgrund „vorausschauender Beschaffungsstrategie“ habe man die Preise erst einmal erhöhen müssen, heißt es von den Stadtwerken. Zudem bedauert man es, dass manche Nutzer nun an ihre finanziellen Grenzen stoßen werden.

Allerdings will man den Kunden insofern entgegenkommen, dass die Erhöhung pünktlich dann angepasst werden soll, wenn auch die Gaspreisbremse in Kraft tritt. Idealerweise wäre das ab dem 1. März der Fall, zudem soll die Gaspreisbremse ja noch rückwirkend für Januar und Februar gelten.

Sperrungen sollen lediglich als Ultima Ratio eingesetzt werden, man will bei den Stadtwerken weiterhin auf Kommunikation und Verantwortung setzen. Beratungsangebote sollen auch weiterhin aufrecht erhalten werden.