Nachtresidenz steht unter Schock – Club bleibt vorerst geschlossen

In der Nachtresidenz in Düsseldorf wurden in der Nacht auf Sonntag bei einem Unfall zwei Mitarbeiterinnen verletzt. Eine Decke in der Disco stürzte ein. Wie geht es mit dem Club jetzt weiter? Wir haben mit dem Geschäftsführer der Nachtresidenz gesprochen.
nachtresidenz club außenansicht
Foto: Tonight
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Foto: Tonight

In der Nachtresidenz in Düsseldorf hat sich in der Nacht auf Sonntag ein schlimmer Unfall ereignet. Bei einem Einsturz einer Decke in der Disco wurden zwei Mitarbeiterinnen des Clubs verletzt. Wie geht es jetzt weiter?  Wir haben mit dem Geschäftsführer der Nachtresidenz gesprochen.

„Ich stehe unter Schock. Ich bin total fertig“, sagt ein sichtlich mitgenommen Marcel Oelbracht unserer Redaktion am Sonntagmittag. Bei dem Unfall, der sich um 5 Uhr morgens auf der Empore des Kuppelsaals des Clubs ereignete, wurden zwei Mitarbeiterinnen des Düsseldorfer Clubs verletzt. Doch beiden geht es den Umständen entsprechend gut, eine Mitarbeiterin durfte das Krankenhaus schon wieder verlassen, wie Oelbracht bestätigt. Er stehe mit ihnen in ständigem Kontakt, versichert er. Alle weiteren Gäste und Mitarbeiter konnten die Diskothek, die unweit der Einkaufsstraße Königsallee im Stadtzentrum liegt, unverletzt verlassen.

Bausa gibt wenige Stunden vorher noch Clubkonzert

Der Schock nach dem Teileinsturz der Decke ist nach wie vor groß in der Nachtresi, die in der Corona-Pause renoviert und umgebaut wurde. „Ich bin froh, dass nicht noch mehr passiert ist“, sagt Oelbracht. Der Club bleibt vorerst geschlossen, wie er im Gespräch erklärt. Am kommenden Wochenende werde der Club definitiv noch geschlossen bleiben, „schon aus Sicherheitsgründen“, sagte der Geschäftsführer. Wie es in den darauffolgenden Wochen aussehen wird, könne er derzeit noch nicht sagen.

Am Samstagabend hatte Rapper „Bausa“ wenige Stunden vor dem Unfall in der  Nachtresidenz im Rahmen der Partyreihe „Snapback“ im Kuppelsaal noch ein Konzert gegeben.

Fotos von dem Auftritt gibt es hier:

Die Polizei ermittelt zu den Ursachen des Vorfalls und wegen fahrlässiger Körperverletzung. Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben mit 48 Einsatzkräften am Unfallort, der Einsatz war nach rund zwei Stunden beendet.

Eingestürzte Decke wurde gerade neu saniert

Wie die „Rheinische Post“ berichtet, stürzte die neu sanierte Decke am Sonntagmorgen gegen 5 Uhr ein. Nach Angaben des Betreibers handelt es sich dabei um ein 50 bis Zentimeter großes Stück. Laut Informationen der Düsseldorfer Feuerwehr war die stahlverstärkte Gipskarton-Decke zu schwer, sodass auch Betonstücke abbröckelten. Man wolle so schnell wie möglich Kontakt zu der Firma aufnehmen, die die Decke umgebaut hat, sagte der Geschäftsführer. Das Bauaufsichtsamt werde sich erst zu dem Vorfall äußern, wenn die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen abgeschlossen habe, teilte die Stadt mit.

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