Düsseldorf: Hilfe für Obdachlose – hier gibt es den Gutenachtbus

In Düsseldorf hilft der Gutenachtbus Wohnungslosen und bedürftigen Menschen. Wir zeigen euch, wo ihr den Bus findet und wann er unterwegs ist.

Je kälter es wird, desto wichtiger wird die Hilfe für Obdachlose und jene, die kein eigenes Dach über dem Kopf haben. Denn nicht erst seit den Minustemperaturen wird es draußen in der Nacht lebensgefährlich. Dafür fahren in Düsseldorf wieder die Kältebusse durch die Stadt, um den Bedürftigen auch in der kalten Jahreszeit eine warme Bleibe, Decken und Lebensmittel zu bieten.

Gutenachtbus in Düsseldorf: Wie wird geholfen?

Seit 2011 gibt es in Düsseldorf bereits den Gutenachtbus als Anlaufstelle. Inzwischen ist das Team auf 50 Helfer in vier Teams angewachsen. Diese verteilen je nach Jahreszeit heiße Suppen, Kaffee, Schlafsäcke, Decken und warme Kleidung. Finanziert werden die Güter komplett durch Spenden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es Geld- oder Sachspenden sind.

Dabei helfen viele verschiedene Spender mit, wie etwa auch die Düsseldorfer Bäckerei „Puppe“, die mit belegten Brötchen aushilft. Ebenso ist die Düsseldorfer Tafel immer mit dabei. Aber auch Zelte und Schlafsäcke sind immer gefragt.

Gutenachtbus in Düsseldorf: Was wir benötigt?

Die benötigten Mittel reichen von Kleidung über Decken bis hin zu Lebensmittel.

  • Schlafsäcke (im Winter ab Komforttemperatur 0°C)
  • Isomatten
  • Woll-/Fleecedecken (ganzjährig)
  • Turnschuhe und Boots Größe 43-45
  • Jeans W33-34 L32
  • Boxershorts L/XL
  • Instantkaffee
  • Instantsuppen
  • H-Milch
  • Zucker
  • Pappbecher
  • Süßigkeiten

Gutenachtbus in Düsseldorf: Wer sind die Helfer?

Im Gutenachtbus in Düsseldorf sind ausschließlich ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Darunter sind Studenten, aber auch Krankenpfleger, Rentner oder Akademiker wie Architekten und Regisseure. Für die Betreiber ist daher vor allem das Engagement wichtig, denn mitfahren kann jeder, der helfen möchte. Vier Teams mit jeweils sechs Helfern sind inzwischen im Einsatz. Dabei wird die Arbeit fair aufgeteilt. So kümmern sich drei Personen um die Lebensmittelversorgung, zwei Personen steuern die Kleiderausgabe und eine Person leistet Seelsorge mit Gesprächen.

 

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Gutenachtbus in Düsseldorf: Wem wird geholfen?

Je kälter es aber draußen wird, umso bedrückender ist die Lage für alle Menschen, die kein Dach über dem Kopf haben. Viele flüchten sich dann in den Alkohol, was bei Minusgraden draußen doppelt gefährlich werden kann. Meist ist auch die Scham zu groß, Hilfe anzunehmen, weshalb es viel Überzeugungsarbeit braucht. Doch ist das Vertrauen erstmal aufgebaut, können viele Probleme gemeinsam angegangen werden.

Stellvertretend ist hier ein 50-Jähriger, der eine beispielhafte Wiedereingliederung erlebt hat. Inzwischen wohnt er in einer eigenen Wohnung mit staatlicher Hilfe, besucht die Schule und hat wieder Kontakt zu Angehörigen. Eine Geschichte, die auch für andere Betroffene Hoffnung schafft.

Über allem steht aber der Respekt und die gegenseitige Wertschätzung. Das schafft wiederum Vertrauen und erleichtert die Arbeit für die Helfer, die wiederum sehr sensibilisiert sind. Dafür aber braucht es auch die Erfahrung, die zu Beginn natürlich nicht jeder Mensch hat, der helfen will. Doch geholfen wird jedem, der Hilfe braucht. Ganz egal, welchen Hintergrund er hat, wo er herkommt oder was seine Geschichte ist.

Gutenachtbus in Düsseldorf: Wo stehen die Busse?

Der Gutenachtbus ist montags bis freitags zwischen 22 Uhr nachts und 0:30 Uhr morgens unterwegs und hält an zwei festen Stationen:

  • Altstadt: Kom(m)ödchen (22 bis 23 Uhr)
  • Hauptbahnhof Düsseldorf: Ecke Karlstraße/Friedrich-Ebert-Straße (23.30 bis 0.30 Uhr)

Während der Einsätze sind die Helfer auch per Handy (01578-3505152) erreichbar.