Düsseldorf: Corona-Demos und Gedenken an Hanau am Samstag

Gleich drei größere Versammlungen sind für Samstag (19. Februar) in Düsseldorf angekündigt, darunter neben den üblichen Corona-Demos auch ein Gedenken an das Attentat vor Hanau vor zwei Jahren. Aufgrund der schwierigen Wetterlage dürften die Teilnehmerzahlen sinken.
Corona-Proteste in Düsseldorf
Ein Demonstrant hält ein Transparent mit der Aufschrift "Achtung Lügner". Foto: Roberto Pfeil/dpa
Corona-Proteste in Düsseldorf
Ein Demonstrant hält ein Transparent mit der Aufschrift "Achtung Lügner". Foto: Roberto Pfeil/dpa

Die „Samstags-Demos“ sind mittlerweile fester Usus in der Düsseldorfer Innenstadt geworden: Seit Wochen treffen sich dort Gegner der Corona-Maßnahmen, um gemeinsam durch die Stadt zu ziehen. Am 19. Februar werden gleich drei unterschiedliche Versammlungen die Ordnungskräfte und Bürger in Düsseldorf beschäftigen.

Darunter sowohl die mittlerweile fast traditionelle Corona-Demo am Johannes-Rau-Platz, eine zusätzliche Versammlung an der Reuterkaserne sowie ein Corona-unabhängiges Treffen am Oberbilker Markt. Hier will man an das Attentat in Hanau vor zwei Jahren erinnern.

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Düsseldorf: Versammlungen unter schwierigen Wetterverhältnissen

Da aufgrund des stürmischen und regnerischen Wetters nicht mit einer wachsenden Anzahl an Demonstranten gerechnet wird, könnte es am Samstag tatsächlich eher ruhig in der Stadt zugehen. Bei Sturmböen von bis zu 70 km/h und einer hohen Regenwahrscheinlichkeit werden viele potentielle Teilnehmer wohl lieber daheim bleiben. Hinzu kommt: Gegenproteste wurden diesmal nicht angemeldet. Diese sollen erst nach dem Karnevalswochenende Ende Februar wieder aufgenommen werden.

Ob die Behörden wegen des Wetters Einschränkungen gegen die Versammlungen erheben, ist bislang noch unklar. Die Entscheidungen hierzu sollen erst am Samstag gefällt werden – dann sei die Gefahrensituation vor Ort absehbar. Abseits vom Sturm: Wer in Düsseldorf unterwegs ist, muss in der Innenstadt zwischen 12 und 20 Uhr mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen rechnen. Um 12 Uhr startet bereits die erste angekündigte Versammlung an der Reuterkaserne. Hier wollen sich mehrere Hundert Personen versammeln, um danach gemeinsam durch die Stadtmitte zu ziehen.

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Gedenken an den 2. Jahrestag des Attentats von Hanau ab 14 Uhr

Dass an diesem Samstag keine Gegenproteste für die Corona-Demos angekündigt sind, hat auch einen ganz praktischen Hintergrund: Einer der Haupt-Organisatoren, das linke Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“, hat mit der Gedenk-Versammlung zum 2. Jahrestag des Attentats von Hanau alle Hände voll zu tun.

 

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Für die Kundgebung am Oberbilker Markt um 14 Uhr sind 500 Demonstranten angemeldet. Anschließend soll es zusammen bis zum Grabbeplatz gehen, um unter der Überschrift „Erinnerung, Gerechtigkeit, Aufklärung, Konsequenzen!“ gegen Rassismus zu demonstrieren. Zudem will man den damaligen Opfern Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtovi?, Vili Viorel P?un, Fatih Saraço?lu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov gedenken. 2020 erschienen rund 1000 Menschen zum ersten Gedenktag.

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Corona-Demo am Johannes-Rau-Platz ab 15 Uhr

Die Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen am Johannes-Rau-Platz findet wie gewohnt ab 15 Uhr statt und zieht danach durch die Stadtteile Unterbilk, Bilk, Friedrichstadt, Stadtmitte und Carlstadt bis 20 Uhr zurück zum Startpunkt. Trotz vieler Verstöße verlief die letzte Corona-Demo laut Polizei Düsseldorf friedlich.

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