Demos gegen die Corona-Maßnahmen in Düsseldorf: Organisatoren weisen Kritik zurück

Seit Wochen prägen samstägliche Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen das Düsseldorfer Stadtbild. Mittlerweile gibt es auch immer mehr Gegenproteste durch ein breites Bündnis aus Politik und Gesellschaft. Jetzt haben sich die Organisatoren der "Spaziergänger" mit einem Brief an die Parteivorsitzenden gemeldet.
Corona-Demo in Düsseldorf am 29. Januar
Auch bei Einbruch der Dunkelheit zogen die Demonstranten durch die Straßen. Foto: David Young/dpa
Corona-Demo in Düsseldorf am 29. Januar
Auch bei Einbruch der Dunkelheit zogen die Demonstranten durch die Straßen. Foto: David Young/dpa

Der Protest gegen die Corona-Demos wird immer größer – Düsseldorfer Parteien, Verbände und Kirchen haben sich zusammengeschlossen und organisieren Mahnwachen wie an diesem Mittwoch. Auf den Aufruf der Politik zur Gegen-Demonstration am Wochenende, dem „Tross von Impfgegnern, Verschwörungstheoretikern und Rechtsradikalen“ die rote Karte zu zeigen, reagierten jetzt die Veranstalter der Corona-Demonstrationen.

>> 5000 „Querdenker“ treffen in Düsseldorf auf Gegendemonstration <<

Wie die „Rheinische Post“ berichtet, weisen die Organisatoren den Vorwurf zurück. So heißt es in dem Brief: „Wir sind weder ,Rechtsextreme‘ noch ,Querdenker‘“. Und weiter: „Wir sind Menschen aus der Mitte der Gesellschaft, parteiunabhängig und niemanden gegenüber weisungsgebunden.“ Außerdem rufe man die Parteivorsitzenden auf, Recht und Gesetz zu achten. So müssten Gegenkundgebungen angemeldet werden, ein „erhobener Mittelfinger“ von Gegen-Demonstranten sei keine politische Meinungsäußerung, sondern eine Beleidigung. Wir wünschen uns Kommunikation statt Aggression.“

Unterzeichnet ist der Brief laut der „RP“ von Mona Aranea, die seit Wochen als Sprecherin der Demo-Organisatoren auftritt. Bei der Bundestagswahl kandidierte sie für „Die Basis“ – eine den „Querdenkern“ nahestehende Partei. Auf deren Homepage bezeichnet sie sich selbst aufgrund ihres Studiums der Soziologie, der Politischen Ökonomie und der Medien- und Kommunikationswissenschaften als „gelernte Verschwörungstheoretikerin“.

Corona-Demos und Gegenproteste werden wohl auch in den nächsten Wochen weitergehen. An diesem Mittwochabend (9. Februar) setzt der „Düsseldorfer Appell“ seinen Protest gegen die „Querdenker“ fort: Bei der Mahnwache vor dem Rathaus ab 18 Uhr wird auch Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) erwartet.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von evdus (@evdus.de)

Mehr News zum Thema Corona-Demos in Düsseldorf: