Corona-Demo in Düsseldorf laut Polizei friedlich, trotz vieler Verstöße

Laut Polizei zogen am Samstag 7000 Corona-Demonstranten durch Düsseldorf. Der Straßenverkehr in der Innenstadt wurde stark beeinträchtigt, doch die Versammlungen verliefen weitgehend friedlich. Dennoch wurden vier Strafanzeigen wegen Körperverletzung und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz sowie 73 Verfahren wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung eingeleitet.
Corona-Proteste in Düsseldorf
Teilnehmer einer Demonstration gegen die Coronamaßnahmen der Bundes- und Landesregierung halten einen Luftballon mit der Aufschrift "Stop Corona-Lüge". Foto: Roberto Pfeil/dpa
Corona-Proteste in Düsseldorf
Teilnehmer einer Demonstration gegen die Coronamaßnahmen der Bundes- und Landesregierung halten einen Luftballon mit der Aufschrift "Stop Corona-Lüge". Foto: Roberto Pfeil/dpa

Am Samstag ist es in Düsseldorf bei den Corona-Protesten nach Aussage der Polizei grundsätzlich ruhig zugegangen. Dennoch gab es zahlreiche Verstöße, wie die Polizei später mitteilte.

Erneut haben mehrere Tausend Menschen in Düsseldorf gegen die geltenden Corona-Maßnahmen demonstriert. Sie trafen sich am Samstag am Rheinufer zu einem Zug durch die Innenstadt. Die Polizei sprach von nahezu 7000 Teilnehmern. Auf Bannern und Plakaten wandten sie sich gegen einen Impfzwang und forderten Entscheidungsfreiheit. Es gab vier Strafanzeigen wegen Körperverletzung und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz sowie 73 Verfahren wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung, teilte die Polizei später mit.

Fotos von der Demonstration am Samstag findet ihr hier:

Zudem sei es zu erheblichen Beeinträchtigungen des Verkehrs gekommen. Die Versammlungen seien aber weitestgehend störungsfrei und friedlich verlaufen, wie es hieß. Mehrere Hundertschaften der Bereitschaftspolizei waren eingesetzt worden.

Seit Wochen: Proteste und Gegenproteste in Düsseldorf

Parteien wie Grüne und SPD Düsseldorf hatten dazu aufgerufen, die Demonstration der Corona-Gegner mit einem Gegenprotest zu beantworten und wieder „Querdenkern“ Rote Karten zu zeigen, weil sie die Gesellschaft spalteten. Es sei wichtig, den Widerstand der Zivilgesellschaft gegen egoistische, wissenschafts- und demokratiefeindliche Verschwörungserzählungen durch Solidarität in der Corona-Krise zu stärken, hatte SPD-Vorstandsmitglied Astrid Bönemann gesagt. Auch die Gegenproteste verliefen laut Polizei friedlich.

Mehrere Treffpunkte waren entlang des Demonstrationszugs angemeldet worden, bei denen sich nach Angaben der Veranstalter Hunderte Bürger positionierten. Darunter waren auch der Vorsitzende der Düsseldorfer SPD, Oliver Schreiber, und der Grünen-Politiker Stefan Engstfeld.

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dpa