Urteil: 17-Jähriger darf Düsseldorf nach Altstadt-Stecherei nicht mehr betreten

Das Gericht hat entschieden: Nach einer Macheten-Attacke in der Düsseldorfer Altstadt darf ein 17-Jähriger die Stadt zwei Jahre lang nicht betreten. Dies gehört zu seinen Bewährungsauflagen.
Corona-Demo in Düsseldorf am 29. Januar
Polizisten sind in der Nähe der Altstadt aufgestellt, um die Situation im Notfall zu beruhigen. Foto: David Young/dpa
Corona-Demo in Düsseldorf am 29. Januar
Polizisten sind in der Nähe der Altstadt aufgestellt, um die Situation im Notfall zu beruhigen. Foto: David Young/dpa

Ein 17-Jähriger aus Essen, der einen anderen Jugendlichen im vergangenen Oktober in der Düsseldorfer lebensgefährlich verletzt hatte, ist zu zwei Jahren Jugendhaft auf Bewährung verurteilt worden. Eine der Auflagen: Er darf die Stadt Düsseldorf zwei Jahren lang nicht betreten. Das hat ein Sprecher des Essener Landgerichts bekanntgegeben.

Der Prozess gegen den 17-Jährigen fand aufgrund seines Alters komplett unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das Urteil lautet auf gefährliche Körperverletzung. Nach Angaben des Gerichts hat er die Tat gestanden.

Der Angeklagte hatte sich am Abend des 23. Oktober 2021 an einer Auseinandersetzung zwischen zwei Jugendgruppen in der Altstadt beteiligt. Das ebenfalls minderjährige Opfer erlitt schwerste Verletzungen an der Hüfte. Der Jugendliche überlebte nur, weil zwei Kinderärztinnen, die zufällig vor Ort waren, erste Hilfe leisteten und die Blutungen stoppten. Er ist beim Laufen bis heute auf Krücken angewiesen.

>> Hintergrund: Attacke in der Altstadt! Täter sticht auf Jugendlichen ein und flüchtet <<

Die Messerstecherei war innerhalb kürzester Zeit die zweite Blut-Tat in der Altstadt gewesen. Eine Woche zuvor wurde ein 19-Jähriger am Burgplatz mit einer abgebrochenen Glasflasche niedergestochen. Wenige Tage später erlag er seinen Verletzungen. Zwei Monate später ernannte die NRW-Regierung die Altstadt zur Waffenverbotszone.

mit dpa