Tour de France in Ratingen? Radfahrer rast mit 62 km/h durch 30er-Zone

Tour de France 2023 für diesen Mann? Ein Radfahrer wurde in Ratingen mit 62 km/h erwischt – und das in einer 30er-Zone.
Radfahr-Raser in Ratingen
Dieser Rennradfahrer war mit 62 km/h durch eine 30er-Zone geradelt. Foto: Polizei Mettmann
Radfahr-Raser in Ratingen
Dieser Rennradfahrer war mit 62 km/h durch eine 30er-Zone geradelt. Foto: Polizei Mettmann

Aktuell läuft die Tour de France – das größte Radsport-Event der Welt. 2022 jährt sich zudem Jan Ullrichs Triumph bei der Rundfahrt zum 25. Mal. Seit einem Vierteljahrhundert warten wir darauf, dass jemand in Ulles Fußstapfen tritt. Dieser Mann, der nun in Ratingen bei Düsseldorf gesichtet wurde, könnte Chancen haben! Die nötige Geschwindigkeit scheint er zumindest zu haben.

Viele der begnadetsten Radfahrer der Welt waren am Donnerstag in Alpe d’Huez auf einer der gefürchtetsten Etappen der Tour de France anzutreffen. Einer, der allerdings auch viel Talent auf zwei Rädern mitzubringen scheint, war am selben Tag in Ratingen unterwegs. Aufgenommen hat ihn dabei eine Radarkontrolle.

91 Raser erwischt – einer davon nur mit einem Rennrad unterwegs

Denn der Mann war eigentlich in einer 30er-Zone unterwegs, ließ sich davon aber nicht zügeln. Mit seinem Rennrad wurde er am Vormittag mit sage und schreibe 62 km/h geblitzt. Dadurch gerieten sogar die Polizisten an der Raser-Messstelle ins Staunen. Rund drei Stunden lang wurde gemessen. Dabei wurden 90 Autofahrer mit Geschwindigkeitsüberschreitung ertappt, Raser Nummer 91 war nur auf zwei Rädern aktiv.

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Das Problem für die Polizei: Dadurch, dass er natürlich kein Kennzeichen bei sich hatte, gibt es für die Beamten erst einmal keine Möglichkeit, nachzuverfolgen, um wen es sich bei dem schnellen Radfahrer handelt. Somit kann das Vergehen nicht geahndet werden. Vor Ort konnten die Beamten auch nicht schnell genug reagieren, um den Radfahrer ausfindig zu machen.

Daher kann die Polizei in Ratingen nur um Vorsicht im Straßenverkehr bitten. Auch an Radfahrer – im Sinne aller Verkehrsteilnehmer. Was der eine oder andere nicht wissen dürfte: Wird ein Radfahrer wiederum erwischt, droht ihm dieselbe Strafe wie einem Autofahrer, der die Geschwindigkeit überschritten hat. Das betrifft sowohl Bußgelder als auch sonstige Strafen, die solche Verstöße mit sich bringen können.

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