Angler macht schreckliche Entdeckung: Wels aus Rhein verendet qualvoll

Ein Wels ist am Rheinufer bei Neuss-Grimlinghausen wegen Seile und Drähte verendet. Die Polizei sucht nun nach dem Täter.
Gequälter Wels aus dem Rhein gefischt
Ein Angler aus Düsseldorf zieht am Pfingstmontag am Rheinufer bei Neuss einen blutenden Wels aus dem Wasser. Foto: Polizei Duisburg/dpa
Gequälter Wels aus dem Rhein gefischt
Ein Angler aus Düsseldorf zieht am Pfingstmontag am Rheinufer bei Neuss einen blutenden Wels aus dem Wasser. Foto: Polizei Duisburg/dpa

Tierquälerei am Rhein? Ein Angler hatte am Pfingstmontag eine schreckliche Entdeckung gemacht.

Der 34-Jährige hat am Pfingstmontag am Rheinufer bei Neuss-Grimlinghausen (NRW) einen blutenden Wels aus dem Wasser gezogen. An dem rund zwei Meter langen Fisch hingen drei Drähte, die ihm ein Unbekannter offensichtlich durch sein Maul gestochen hatte, teilte die Polizei in Duisburg am Montag mit.

An die Drähte sei ein Seil geknotet gewesen, mit dem das Tier anscheinend an Land angebunden war. Dem um sein Leben kämpfenden Wels sei es wohl gelungen, das Seil durchzuscheuern und sich zunächst selbst zu befreien. Gleichwohl sei das Tier später verendet, hieß es.

Zeugen am Rheinufer gesucht

Der 34-Jährige habe die Wasserschutzpolizei (WSP) verständigt und den Beamten von seinem Fang berichtet. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und sucht Zeugen, die am 6. Juni verdächtige Beobachtungen am Rheinufer gemacht haben.

Laut einer Polizeisprecherin würden Welse oft nachts geangelt. Es könne sein, dass der Gesuchte das Tier gefangen habe und dann später bei Tageslicht holen wollte, beispielsweise um es zu fotografieren und dann stolz zu präsentieren. Erst im vergangenen Oktober habe es einen ähnlichen Fall gegeben, berichtete die Beamtin.

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dpa