Großbrand auf dem Schrottplatz bei Ikea in Kaarst mit riesiger Rauchwolke

Am Donnerstagabend ist auf dem Schrottplatz in Kaarst erneut ein Großbrand ausgebrochen – bereits im April 2021 hatte es hier gebrannt. Das Feuer ist mittlerweile unter Kontrolle gebracht, die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort.
Großbrand Schrottplatz Ikea Kaarst
Beim Großbrand auf dem Schrottplatz bei Ikea in Kaarst entstand eine riesige Rauchwolke, die kilometerweit zu sehen war. Foto: Feuerwehr Neuss
Großbrand Schrottplatz Ikea Kaarst
Beim Großbrand auf dem Schrottplatz bei Ikea in Kaarst entstand eine riesige Rauchwolke, die kilometerweit zu sehen war. Foto: Feuerwehr Neuss

Eine harte Nacht für die Feuerwehr Neuss, Kaarst, den Malteser-Hilfsdienst und das THW: Mehr als 130 Einsätzkräfte waren seit 18.30 Uhr am Donnerstagabend im Einsatz, um den Großbrand am Schrottplatz Morgensternsheide unter Kontrolle zu bringen.

Am Freitagmorgen kann durchgeatmet werden: Der Großbrand ist unter Kontrolle. Über die ganze Nacht liefen umfangreiche Nachlösch- und Aufräumarbeiten. Dabei konnten die Einsatzkräfte ein Übergreifen der Flammen auf weitere Bereiche des Schrottplatzes verhindern.

Erneut brannten wie auch im April letzten Jahres Autoreifen, Autoteile, Überseecontainer und diverser stark brennbarer Schrott, der das Feuer immer wieder erneut angefacht und zu einer rasanten Ausbreitung beigetragen hat. Die Straßen rund um den Schrottplatz mussten teilweise gesperrt werden – eine Sperrung der nahe gelegenen Autobahn 57 wurde von der Polizei Düsseldorf zunächst erwogen, dann aufgrund der positiven Windrichtung aber wieder verworfen. Das Technische Hilfswerk unterstützte die Feuerwehr mit einem Radlader und zog den teilweise noch brennenden Schrott auseinander, damit auch letzte Glutnester abgelöscht werden konnten.

Warnung der NINA-App aufgehoben

Nachdem die Rauchentwicklung nachgelassen hatte, konnte auch die Warnung der NINA-App zurückgezogen werden. Viele Anwohner der näheren Umgebung waren in Sorge – zum Glück ergaben die Messungen aber keine Grenzwertüberschreitungen. Es kann allerdings weiterhin im Bereich der Morgensternsheide sowie Teilen von Kaarst zu einer Geruchsbelästigung kommen.

Ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten verletzt und durch den Rettungsdienst betreut und in ein Krankenhaus transportiert. Die Brandursache ist unklar. Die Polizei will nun die Ermittlungen zur Brandursache aufnehmen.