Endstation Psychiatrie: BMW-Fahrer rast auf A3 ungebremst in Autos

Der 68-jährige Fahrer eines BMW prallte am Montagnachmittag während seiner Fahrt auf der A3 kurz aufeinanderfolgend mit zwei Pkw zusammen. Diese wiederum kollidierten anschließend jeweils mit LKW. Der BMW-Fahrer fuhr jedoch weiter. Erst in Mettmann konnte der Mann angehalten werden. Vier Personen wurden dabei verletzt.
Unfall Polizei Blaulicht
Ein Polizeiwagen zeigt ein Unfall-Signal an. Foto: Stefan Puchner/dpa
Unfall Polizei Blaulicht
Ein Polizeiwagen zeigt ein Unfall-Signal an. Foto: Stefan Puchner/dpa

Mega-Crash auf der A3 am Niederrhein: Ersten Unfallermittlungen zufolge fuhr ein 68-Jähriger am Montagnachmittag (27. Juni) mit seinem BMW auf dem mittleren Fahrstreifen. In Höhe der Raststätte Hösel prallte er zunächst gegen die linke Schutzplanke und anschließend gegen den mit neun Personen besetzten Opel Zafira eines 25-Jährigen aus Slowenien.

Im Anschluss schleuderte der Zafira gegen den Lkw eines 22-Jährigen. Der Zafira kippte auf die Seite und blieb entgegen der Fahrtrichtung auf dem mittleren Fahrstreifen liegen. Der 68-Jährige setzte seine Fahrt einfach fort und wurde dabei von Zeugen verfolgt. Die konnten beobachteten wie der BMW nach einigen Kilometern offenkundig ungebremst auf den Renault eines 64-Jährigen auffuhr. Die Wucht des Zusammenpralls schleuderte diesen gegen einen auf dem rechten Fahrstreifen fahrenden Sattelzug eines 65-Jährigen.

A3: BMW-Fahrer nach mehreren Unfällen in Psychiatrie

Auch nach diesem Unfall setzte der unfallflüchtige BMW-Fahrer seine Fahrt fort. Letztlich konnte er im Stadtgebiet Mettmann (NRW) von einem Einsatzteam angehalten werden. Drei Insassen des Zafira mussten mit Rettungswagen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Der 64-jährige Fahrer des Renaults musste ebenfalls zur stationären Behandlung in eine Klinik eingeliefert werden. Der Fahrer des BMW hatte bei seiner Kontrolle keinerlei Erinnerung an die Unfälle.

Hinweise auf Betäubungsmittel- oder Alkoholkonsum sowie eine Erkrankung ergaben sich nicht. Auch eine vorsätzliche Motivlage war zunächst nicht erkennbar. Der 68-Jährige begab sich freiwillig in psychiatrische Behandlung. Der Verkehr staute sich zeitweilig bis auf 16 Kilometer zurück. Gegen 18 Uhr konnten alle Sperrungen in Richtung Köln aufgehoben werden.

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