Düsseldorf: Unfallflucht mit Todesfolge – weil Verursacherin zur Arbeit musste

Ein Unfall in Düsseldorf-Bilk endete am Donnerstagmorgen für einen Motorradfahrer tödlich. Die Verursacherin hingegen fuhr einfach davon, weil sie zur Arbeit musste.
Polizei Unfall Blaulicht
Ein Polizeiauto mit Blaulicht und Unfallmeldung. Foto: Carsten Rehder/dpa
Polizei Unfall Blaulicht
Ein Polizeiauto mit Blaulicht und Unfallmeldung. Foto: Carsten Rehder/dpa

Im Düsseldorfer Stadtteil Bilk kam es am Donnerstagmorgen, den 14. Juli, zu einem schrecklichen Verkehrsunfall, bei dem ein 60 Jahre alter Motorradfahrer ums Leben kam. Verursacherin war eine Autofahrerin, die im Anschluss weder dem Opfer half, noch einen Krankenwagen rief. Stattdessen fuhr sie einfach davon.

Die Frau hatte laut Angaben verbotswidrig hinter der Unterführung der S-Bahn auf Höhe der Redinghovenstraße gewendet. Der heranfahrende Motorradfahrer, der aus Richtung Auf’m Hennekamp kam, versuchte der Frau noch auszuweichen, verlor aber die Kontrolle über sein Gefährt. Dabei stürzte er und schleuderte gegen einen Baumschutzbügel.

Die Frau stieg laut Zeugenaussagen zunächst aus ihrem Fahrzeug aus und sei zu dem Mann hingegangen, sei dann aber wieder eingestiegen und weitergefahren. Sie müsse zur Arbeit, soll sie gesagt haben. Den Krankenwagen riefen schließlich Zeugen, wie die Polizei berichtet. Kurz darauf verstarb der Motoradfahrer schließlich an seinen Verletzungen.

Die Frau wurde letztlich an ihrer Arbeitsstelle angetroffen, weil die Zeugenaussagen detailliert genug waren inklusive Kennzeichenangabe. Der Führerschein wurde eingezogen und das Fahrzeug sichergestellt. Nun wird der genaue Tathergang ermittelt. Je nach dem, wie das Ergebnis ausfällt, drohen der Frau sogar mehrere Jahre Haft.

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