Düsseldorf: Polizei stellt Waffen bei Kontrollen in Waffenverbotszone sicher

Am Wochenende wurden in der Düsseldorfer Altstadt wieder Schwerpunktkontrollen zur Einhaltung der Waffenverbotszone durchgeführt.
Ordnungsamt Polizei Altstadt Düsseldorf Karneval Altweiber
Das Ordnungsamt bei der Kontrolle der Altstadt. Foto: Roberto Pfeil/dpa
Ordnungsamt Polizei Altstadt Düsseldorf Karneval Altweiber
Das Ordnungsamt bei der Kontrolle der Altstadt. Foto: Roberto Pfeil/dpa

Am vergangenen Wochenende hat die Polizei in Düsseldorf in den Waffenverbotszonen der Altstadt Schwerpunktkontrollen durchgeführt. Insgesamt wurden über 500 Personen überprüft, wie die „Rheinische Post“ schreibt. Die Kontrollen gingen bis tief in die Nacht und wurden an wechselnden Orten durchgeführt. Dabei konnten gleich mehrere verbotene Waffen sichergestellt werden. So wurden ein Mini-Springmesser, ein Schlagring mit integriertem Messer, ein Einhandmesser und ein Teleskopschlagstock gefunden.

Im Dezember vergangenen Jahres hatte NRW-Innenminister Herbert Reul eine Waffenverbotszone in Düsseldorf beschlossen. Diese besagt, dass Freitags- und Samstagsabends sowie vor und an Feiertagen und Karneval zwischen 18 Uhr und 8 Uhr am nächsten Morgen keinerlei Waffen in die Verbotszone eingeführt werden dürfen.

Das betrifft Messer, deren Klinge länger als vier Zentimeter ist, Pfefferspray und Reizgas und Elektroschocker. Wer sich nicht an die Verbotszone hält, muss mit Geldbußen von bis zu 10.000 Euro rechnen. Weitere Kontrollen wurden bereits angekündigt. Man will entschieden gegen Waffen vorgehen und die Einhaltung der Verbotszone durchsetzen.

Immer wieder kommt es in der Düsseldorfer Altstadt zu Gewalttaten, bei denen vor allem Messer eine Rolle spielen. Erst kürzlich gab es wieder eine Festnahme, nachdem es im Juli zu einer solchen Tat kam. Nach einer Messerstecherei in einer Bar in der Altstadt schwebte das Opfer zunächst in Lebensgefahr, eine Notoperation rettete ihm aber das Leben.

Bei bislang mehr als 3000 Kontrollen seit bestehen der Verbotszone konnten 97 Waffen sichergestellt werden. Insgesamt 65 Messer waren unter den Waffen. Gegen die Besitzer wurden Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten und teilweise auch Strafverfahren eingeleitet.