Blutbad in U74: Flaschenhals-Killer wegen versuchten Totschlags vor Gericht

Ein blutiger Angriff in einer Düsseldorfer Straßenbahn landete am Donnerstag vor dem Landgericht.
Landgericht Düsseldorf
Das Landes- und Amtsgericht Düsseldorf. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Landgericht Düsseldorf
Das Landes- und Amtsgericht Düsseldorf. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Ein 27-Jähriger muss sich seit Donnerstag (24. November) vor dem Düsseldorfer Landgericht verantworten, weil er einen Mann mit einer abgebrochenen Glasflasche angegriffen und lebensgefährlich verletzt haben soll. Der Angeklagte legte ein Teilgeständnis ab und räumte ein, mit dem Flaschenhals auf das Opfer eingeschlagen zu haben. Morddrohungen, die ihm die Anklage vorwirft, habe er aber nicht gerufen. Die Tat hatte sich im Juli in einer Stadtbahn auf dem Weg von Düsseldorf nach Meerbusch ereignet. Die Staatsanwaltschaft geht von versuchtem Totschlag und gefährlicher Körperverletzung aus.

Der eigentliche Anlass des Streits blieb zunächst unklar. Der Angeklagte gab an, dem Opfer Geld zur Verwahrung gegeben zu haben. Darüber sei zunächst ein verbaler Streit entbrannt, der dann zu einer Prügelei und schließlich zu dem Flaschen-Angriff geführt habe. Beide Beteiligten seien alkoholisiert gewesen.

Das spätere Opfer erlitt laut Anklage durch den Angriff mehrere Schnitt- und Stichverletzungen an Kopf, Brust und Rücken. Zudem habe sich der Mann mehrere Rippenbrüche zugezogen. Für den Prozess sind noch drei weitere Verhandlungstage bis zum 9. Dezember 2022 angesetzt.

dpa