Polizei will Fußgänger auf A46 retten – aber tötet ihn

Eigentlich wollte die Polizei einen Fußgänger auf der A46 retten. Stattdessen erfasste der Streifenwagen ihn. Er starb noch an der Unfallstelle.
Blaulicht Polizei
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Ein Streifenwagen der Polizei hat bei Neuss einen Fußgänger auf der Autobahn erfasst und getötet, den die Beamten eigentlich in Sicherheit bringen wollten.

Am Freitagabend hatte die Autobahnpolizei einen Hinweis auf den unbekannten Fußgänger auf der Fahrbahn bekommen und einen Einsatzwagen entsandt. Der ältere Mann war in der Nacht auf dem linken von drei Fahrstreifen der A46 auf Höhe des Autobahnkreuzes Neuss-West unterwegs gewesen, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Noch während der Anfahrt erfasste der Streifenwagen den Mann. Dieser starb nach Wiederbelebungsversuchen an der Unfallstelle.

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Der Streifenwagen sei zwar mit entsprechend angepasster Geschwindigkeit unterwegs gewesen, so ein Sprecher der Düsseldorfer Polizei am Samstag. „In der Dunkelheit hatten die Kollegen aber keine Chance“, sagte er weiter. Der Polizist am Steuer blieb unverletzt, seine Kollegin auf dem Beifahrersitz erlitt einen Schock und leichte Verletzungen an der Hand. Aus Neutralitätsgründen untersucht die Polizei in Duisburg den Vorfall.

Die Ermittlungen zu den Hintergründen und die Identifizierung des Toten dauerten an, hieß es. Während der Unfallaufnahme, für die die Fahrbahn Richtung Düsseldorf zeitweise gesperrt wurde, sei es zu erheblichen Verkehrsstörungen gekommen.

dpa