5000 „Querdenker“ treffen in Düsseldorf auf Gegendemonstration

Rund 5000 Teilnehmer einer "Querdenken"-Demonstration sind am Samstag in Düsseldorf auf eine Gegendemonstration getroffen. Ein Parteienbündnis hatte zu dieser aufgerufen.
Düsseldorf Corona-Gegendemo
Eine Teilnehmerin einer Demonstration von Befürwortern der Corona-Maßnahmen auf dem Corneliusplatz in Düsseldorf zeigt ein Herz für Bundesgesundheitsminister Lauterbach. Foto: David Young/dpa
Düsseldorf Corona-Gegendemo
Eine Teilnehmerin einer Demonstration von Befürwortern der Corona-Maßnahmen auf dem Corneliusplatz in Düsseldorf zeigt ein Herz für Bundesgesundheitsminister Lauterbach. Foto: David Young/dpa

Samstag für Samstag „beherrschen“ die „Querdenker“ seit Wochen die Innenstadt Düsseldorfs. Auch am 5. Februar ist es zu einer Demonstration gekommen – diesmal mit 5000 Teilnehmern. Wie schon in der Vorwoche trafen diese jedoch auf eine Gegendemonstration.

Diese hatten CDU, Grüne, SPD, FDP und Linke sowie das linke Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“ initiiert. Dem gemeinsamen Aufruf, „dem Tross von Impfgegnern, Verschwörungstheoretikern und Rechtsradikalen, die durch unsere Stadt marschieren, die rote Karte zu zeigen“ folgten am Samstag auch einige Landes- und Bundespolitiker – etwa die Landesvorsitzende der Grünen, Mona Neubaur, oder die FDP-Bundestagsabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Insgesamt zogen nach Veranstalterangaben etwa 1600 Demonstranten durch die Innenstadt und verliehen ihrem Protest gegen Verschwörungsmythen, rechte Ideologien und unsolidarisches Auftreten der Impfgegner Ausdruck.

Bei der Kundgebung auf dem Corneliusplatz am nördlichen Ende der Königsallee zeigte Heinrich Fuchs, Superintendet der Evangelischen Kirche Düsseldorf, zwar Verständnis für die Kritiker der Corona-Maßnahmen, stellte sich aber entschieden gegen „Verfassungsfeinde und Rechtsextreme“. Die Gegendemonstration unterstützten am Fürstenwall etwa 50 Anwohner, die den Teilnehmern der „Querdenken“-Demo rote Karten entgegenstreckten.

Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung während der „Querdenken“-Demonstration wurden durch Mitarbeitende des Ordnungsamtes und der Polizei geahndet. Dabei kam es vereinzelt zu Widerstandshandlungen und weiteren strafrechtlich relevanten Sachverhalten. Insgesamt mussten acht Strafverfahren eingeleitet werden.

Die Beamten hatten zusätzlich dafür gesorgt, dass ein Aufeinandertreffen trotz der ähnlichen Routen – beide zogen über die Königsallee – ausgeschlossen ist. So machten sich die „Querdenker“ erst auf den Weg in Richtung Kö, als die Gegenprotestler die Innenstadt bereits verlassen hatte und sich schon stadtauswärts auf der Hüttenstraße befand.

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