Aston Martin DBS Bond
Foto: EPA/ASTON MARTIN

Verfolgungsjagden, wilde Prügeleien, Schusswechsel und mittendrin ein Mann, dem das alles nichts anhaben kann: Bond, James Bond. Wenn der 007-Geheimagent auf Mission ist, begleiten ihn seit über 50 Jahren besondere Fahrzeuge. Meist sind es Modelle des britischen Herstellers Aston Martin.

Wir geben euch in diesem Artikel eine Übersicht über alle Autos, die der charmante Geheimagent mit der Lizenz zum Töten in den legendären 007-Filmen fuhr:

„James Bond jagt Dr. No“ (1962): Sunbeam Alpine Series II

Sunbeam Alpine
Foto: Shutterstock/Martin Charles Hatch
  • Bond-Darsteller: Sean Connery

Im ersten Bond-Film hatte der Geheimagent noch keinen eigenen Dienstwagen, sondern nur ein gemietetes Auto: den Sunbeam Alpine II. Inzwischen ziemlich wertvoll und gern gesehen bei jedem Oldtimer-Treffen.

„Liebesgrüße aus Moskau“ (1963): Bentley Mark IV

Bentley Mark VI
Foto: Shutterstock/Evannovostro
  • Bond-Darsteller: Sean Connery

Bonds erster offizieller Dienstwagen ist ein Bentley Mark IV. Der war schon damals ein Oldtimer. Im September 1933 ist das Modell bereits auf den Markt gekommen. Es war Bentleys erstes Auto nach der Übernahme durch den Konkurrenten Rolls Royce.

„Goldfinger“ (1964): Aston Martin DB5

James Bond's Aston Martin wird versteigert
Foto: Richard Drew/AP/dpa
  • Bond-Darsteller: Sean Connery

Für den Besuch bei Goldfinger werden Bond ein Aston Martin DB Mark III und ein Jaguar 3.4 angeboten. Der Agent entscheidet sich für den Aston Martin, weil er nützliche Extras bereithält: stärkere Stoßstangen, einen Revolver unterm Fahrersitz und ein Empfangsgerät.

Bei der Planung des Filmes beschlossen die Produzenten, dass James Bond in einem sportlicheren Fahrzeug unterwegs sein soll. „Co-Produzent Harry Saltzman besuchte daher im Herbst 1963 Aston Martin, um über eine Kooperation zu sprechen“, erzählt Siegfried Tesche, Bond-Experte und Autor mehrerer Bond-Bücher.

Der Autobauer erkannte die Marketing-Möglichkeiten nicht auf Anhieb und bot Saltzman den Nachfolger des Mark III, den DB5, nur zum Kaufen an für 4500 britische Pfund. Seither ist kein anderes Fahrzeug enger mit James Bond verknüpft.

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„Feuerball“ (1965): Aston Martin DB5

James Bond's Aston Martin wird versteigert
Foto: Richard Drew/AP/dpa
  • Bond-Darsteller: Sean Connery

Das Modell, das in TV-Spots der damaligen Zeit reihenweise auftauchte, kam auch in „Feuerball“ als Bond-Car zum Einsatz. Die Ausrüstung des Autos blieb die gleiche wie in „Goldfinger“, allerdings kamen noch nach hinten gerichteten Wasserkanonen dazu.

„Man lebt nur zweimal“ (1967): Toyota 2000 GT

Toyota 2000 GT
Foto: Shutterstock/Karolis Kavolelis
  • Bond-Darsteller: Sean Connery

Weil James Bond in „Man lebt nur zweimal“ hauptsächlich in Japan unterwegs ist, fährt der Geheimagent auch ein japanisches Auto: den Toyota 2000 GT. Davon wurden zwischen 1967 und 1970 nur 351 Modelle produziert. Kaufen konnte man sich den damals für 2,4 Millionen Yen. Nicht unbedingt ein Schnäppchen, würden wir meinen. Zum Glück musste Bond dafür nicht zahlen.

„Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ (1969): Aston Martin DBS

Aston Martin DBS
Foto: Shutterstock/Giannis Papanikos
  • Bond-Darsteller: George Lazenby

Nach einer kurzen Pause fährt Bond wieder einen Aston Martin, diesmal einen Aston Martin DBS. Was der Wagen alles kann, ist leider nicht bekannt. Zu sehen ist lediglich, dass es im Handschuhfach ein Versteck für ein Scharfschützengewehr gibt. Bonds Frau Tracy wird am Ende des Films bei einem Schuss durch die Windschutzscheibe des DBS tödlich getroffen.

„Diamantenfieber“ (1971): Ford Mustang Mach I

Ford Mustang Mach 1
Foto: Shutterstock/Giannis Papanikos
  • Bond-Darsteller: Sean Connery

Das Auto, mit dem Bond in „Diamantenfieber“ hauptsächlich unterwegs ist, ist ein 71er Ford Mustang Mach I. Bei einer wilden Verfolgungsjagd durch Las Vegas balanciert der Agent die Karre seitlich auf zwei Rädern und zwängt sich so durch eine enge Gasse.

„Leben und sterben lassen“ (1973): Mini Moke

Mini Moke
Foto: Shutterstock/Henrykc
  • Bond-Darsteller: Roger Moore

Eigentlich hat Bond in diesem Film keinen wirklichen Dienstwagen. Lediglich in einer Szene sieht man ihn kurz einen Mini Moke fahren. Kein typisches Bond-Auto, aber immerhin ein echter Hingucker!

„Der Mann mit dem goldenen Colt“ (1974): AMC Hornet

AMC Hornet SC360
Foto: Shutterstock/Tony Savino
  • Bond-Darsteller: Roger Moore

Ein wirkliches Dienstauto ist der AMC Hornet in „Der Mann mit dem goldenen Colt“ auch nicht. Denn Bond klaut ihn von einem Autohändler in Bangkok, legt mit ihm dafür wohl aber einen der legendärsten Stunts der Geschichte hin: sein Sprung über einen Fluss samt 360-Grad-Drehung um die eigene Achse.

„Der Spion, der mich liebte“ (1977): Lotus Esprit S1

Lotus Esprit S1
Foto: Shutterstock/Andy Glenn
  • Bond-Darsteller: Roger Moore

Endlich bekommt Bond wieder einen richtigen Dienstwagen: den Lotus Esprit S1. Er trägt den Spitznamen „Wet Nellie“ und kann sich bei Bedarf in ein U-Boot verwandeln. In diesem Modus kann Bond auch Flugabwehrraketen abfeuern. Für ein Auto ist das schon nicht schlecht.

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„Moonraker – Streng geheim“ (1979): kein Auto

  • Bond-Darsteller: Roger Moore

Überhaupt kein Auto fährt Bond in „Moonraker – Streng geheim“. Dieser Film spielt nämlich in Venedig, und die Lagunenstadt ist nicht gerade für ihren Autoverkehr bekannt. Stattdessen werden die Zuschauer mit wilden Verfolgungsjagden in Gondeln und Motorbooten versorgt.

„In tödlicher Mission“ (1981): Lotus Esprit Turbo

Lotus Turbo Esprit
Foto: Shutterstock/Sergey Kohl
  • Bond-Darsteller: Roger Moore

Bond kehrt „In tödlicher Mission“ zum Lotus Esprit zurück, diesmal einem weißen Esprit Turbo. Der fliegt allerdings leider in die Luft, als sein Selbstzerstörungs-Mechanismus ausgelöst wird. Mit einem anderen, bronzenen Modell fährt Bond später durch Cortina d’Ampezzo.

„Octopussy“ (1983): Range Rover Classic Convertible

Range Rover Classic Convertible Screenshot Octopussy
Foto: Screenshot
  • Bond-Darsteller: Roger Moore

Bonds Auto in „Octopussy“ ist ein Range Rover Classic Convertible, den es allerdings nie zu kaufen gab. Der Hersteller fertigte das Modell nur für den Film.

„Im Angesicht des Todes“ (1985): Rolls Royce Silver Cloud II

Rolls-Royce Silver Cloud II
Foto: Shutterstock/Sergey Kohl
  • Bond-Darsteller: Roger Moore

Auch in diesem Film hat Bond eigentlich keinen Dienstwagen. Dennoch wird er mit dem Rolls Royce Silver Cloud II in vielen Szenen durch die Gegend gefahren. Und der Wagen rettet dem Agenten sogar das Leben. Als der Rolls Royce mit Bond an Bord in einem See versenkt wird, nutzt der Agent die Reifenluft, um Sauerstoff zum Atmen zu bekommen.

„Der Hauch des Todes“ (1987): Aston Martin V8 Volante

 Aston Martin V8 Volante
Foto: Shutterstock/Sergey Kohl
  • Bond-Darsteller: Timothy Dalton

In „Der Hauch des Todes“ kehrt Bond wieder zum Aston Martin zurück, diesmal zum V8 Volante. Und dessen Ausstattung kann sich sehen lassen: Reifen mit Spikes, ein Head-up-Display, das damals noch wirklich außergewöhnlich war – und einen Raketenantrieb. Okay, der ist heute noch immer außergewöhnlich.

„Lizenz zum Töten“ (1989): kein Wagen

  • Bond-Darsteller: Timothy Dalton

Wieder hat Bond kein Dienstauto. Lediglich einen Lincoln Mark VII LSC fährt der Geheimagent kurzzeitig in „Lizent zum Töten“.

„Goldeneye“ (1995): BMW Z3

BMW Z3
Foto: Shutterstock/Rudiecast
  • Bond-Darsteller: Pierce Brosnan

Aufgrund einer neuen Kooperation mit BMW ist Aston Martin ab „Goldeneye“ vorübergehend außen vor. Bonds erster BMW ist ein Z3, der für den deutschen Autokonzern ein absoluter Hit und bis 2002 produziert wurde.

„Der Morgen stirbt nie“ (1997): BMW 750 iL

BMW 750iL
Foto: Shutterstock/Giannis Papanikos
  • Bond-Darsteller: Pierce Brosnan

Der Dienstwagen von 007 bleibt deutsch. In „Der Morgen stirbt nie“ fährt Bond einen BMW 750 iL. Der lässt sich im Film sogar per Handy fernsteuern. Für 1997 eine hochmoderne Technik, in der heutigen Zeit würde das schon weniger Aufsehen erregen.

„Die Welt ist nicht genug“ (1999): BMW Z8

BMW Z8
Foto: Shutterstock/Patrik Mezirka
  • Bond-Darsteller: Pierce Brosnan

In „Die Welt ist nicht genug“ fährt Bond zum dritten und letzten Mal einen BMW, diesmal einen Z8, der im Film in zwei Hälften gesägt wird. Insgesamt produziert BMW von diesem Modell nur 5703 Exemplare zwischen März 2000 und Juli 2003. Für die Dreharbeiten wurden Vorserienmodelle genutzt, die noch „Kinderkrankheiten“ hatten.

„Stirb an einem anderen Tag“ (2002): Aston Martin Vanquish

Aston Martin Vanquish
Foto: Tannen Maury/EPA/dpa
  • Bond-Darsteller: Pierce Brosnan

Der Aston Martin Vanquish in „Stirb an einem anderen Tag“ konnte sich sehen lassen: 460 PS, ein Topspeed von über 300 km/h und eine Aluminium-Kohlefaser-Karosserie. Ein wahrer Traum für jeden Auto-Fan.

„Casino Royale“ (2006): Aston Martin DBS

Aston Martin DBS Bond
Foto: EPA/ASTON MARTIN
  • Bond-Darsteller: Daniel Craig

Der Aston Martin DBS, den Bond in „Casino Royale“ fährt, hat auch einiges zu bieten: zum Beispiel ein Notfallkit aus Gegenmitteln für verschiedene Gifte und mit einem kleinen Defibrillator. Der rettet Bond in einer Szene das Leben.

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„Ein Quantum Trost“ (2008): Aston Martin DBS

Uraufführung «Ein Quantum Trost» in London
Foto: EPA/DANIEL DEME/dpa – Bildfunk
  • Bond-Darsteller: Daniel Craig

Kein Dienstwagen-Wechsel von „Casino Royale“ zu „Ein Quantum Trost“. Bond bleibt sein Aston Martin DBS erhalten, aber nicht lange. Schon ganz zu Beginn des Films wird er bei einer Verfolgsungsjagd in Siena ramponiert.

„Skyfall“ (2012): Aston Martin DB5

Aston Martin DB5
Foto: Shutterstock/Cedric Weber
  • Bond-Darsteller: Daniel Craig

In „Skyfall“ feiert ein alter Bekannter sein Comeback: der berühmte DB5, der dasselbe Kennzeichen hat wie in „Goldfinger“. Den Wagen holt Bond aus einer geheimen Garage in London, um unbemerkt vor Bösewicht Silva zu fliehen. Orten kann man den Wagen nicht, weil er aufgrund seines Alters nicht über die nötige Technik verfügt. Auch die Maschinengewehre des DB5 kommen später noch zum Einsatz.

„Spectre“ (2015): Aston Martin DB10

Aston Martin DB10
Foto: Angelo Carconi/epa/dpa-tmn
  • Bond-Darsteller: Daniel Craig

Bonds Dienstwagen in „Spectre“ ist ein nur für den Film gebauter Aston Martin DB10. Davon hat der Hersteller nur ganze zehn (!) Exemplare gefertigt. Acht (!) davon wurden für die Dreharbeiten genutzt, die übrigen zwei für PR-Zwecke genutzt. Davon wurde einer 2016 für umgerechnet 3,142 Millionen zugunsten der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenze“ versteigert.

Keine Zeit zum Sterben(2020): Aston Martin DB5, Aston Martin V8 Saloon

Aston Martin DB5
Foto: Shutterstock/wjarek
  • Bond-Darsteller: Daniel Craig

Im nächsten Bond-Film, der im November 2020 anlaufen soll, kommen gleich vier Fahrzeuge zum Einsatz: der DBS Superleggera mit dem gleichen Nummernschild wie in „Der Hauch des Todes“, der 1000-PS-Supersportwagen Valhalla, ein aktueller V8 Vantage und natürlich der DB5.

+++ Fotos: Wir haben alle Bond-Girls für euch +++

Das Filmauto ist zwar eines von zehn extra angefertigten Repliken, aber das fällt dem Laien nicht weiter auf. Am Ende zählt wie immer: James Bond fährt Aston Martin und rettet die Welt.

Anmerkung: Nicht alle Fotos zeigen die Original-Modelle, die in den Filmen verwendet wurden.

Quelle: mit dpa-Material