Busunfall Peru
Foto: Javier Casimiro/AFP

Bei einem schweren Busunfall in Peru sind unter anderem zwei Deutsche ums Leben gekommen. Bei dem Unglück im Süden des Landes gab es insgesamt 16 Todesopfer und rund 40 Verletzte, darunter mehrere Ausländer, wie die Staatsanwaltschaft des südamerikanischen Landes am Montagabend (Ortszeit) mitteilte. Bei den deutschen Opfern handelte es sich demnach um eine 28-jährige Frau und einen 30-jährigen Mann.

Der Bus war in der Hauptstadt Lima aufgebrochen und sollte nach rund 16 Stunden Fahrt in der Stadt Arequipa an kommen. Kurz vor seiner Ankunft kam er auf der Panamericana von der Straße ab und krachte in acht am Straßenrand parkende Fahrzeuge.

Die Behörden gaben überhöhte Geschwindigkeit als mögliche Unfallursache an. Statt der erlaubten 90 Stundenkilometern sei der Bus 106 km/h schnell gefahren. Der Busfahrer sagte nach Angaben der Behörden aus, dass die Bremsen versagt hätten.

Der Geschäftsführer des Busunternehmens Cruz del Sur, Luis Ramírez, sagte allerdings dem Sender RPP, er könne sich den Unfall nicht erklären, da der Bus erst vor kurzem angeschafft worden sei. Sein Unternehmen stelle der Polizei für die Ermittlungen der Unfallursache alle benötigten Informationen zur Verfügung.

Das peruanische Gesundheitsministerium teilte mit, unter den Verletzten seien zwei US-Bürger, zwei Brasilianer und ein Spanier. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser in den Städten Nazca und Arequipa gebracht. Das Gesundheitsministerium ließ besonders schwer verletzte Unfallopfer in Kliniken in Lima fliegen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft waren 13 der 16 Todesopfer noch am Unfallort gestorben. Mindestens zehn von ihnen waren Peruaner, vier weitere seien noch nicht identifiziert worden.

Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte den Tod der beiden Deutschen zunächst nicht. Die deutsche Botschaft in Lima stehe „in engem Kontakt mit den zuständigen peruanischen Behörden, die mit der Identifizierung der Verunglückten befasst sind“, hieß es am Dienstag aus dem Außenamt lediglich.

Verkehrsunfälle ereignen sich in Peru unter anderem wegen des schlechten Zustands der Straßen und seltener Verkehrskontrollen häufig. 2019 starben nach Angaben des peruanischen Innenministeriums mehr als 1100 Menschen auf den Straßen des südamerikanischen Landes.

Quelle: dpa