Zwei Wochen, nachdem sie eine Runde im nahe gelegenen Fluss schwimmen ging, ist Lily Avant gestorben. Grund dafür ist eine gehirnfressende Amöbe, mit der sich die Zehnjährige infiziert hatte.

Wie das US-Portal „NBCDFW“ berichtet, badete das Mädchen Anfang September im Brazos River, klagte aber „erst“ eine Woche später über Fieber und Kopfschmerzen. Daraufhin gingen ihre Eltern mit Avant zu einem Arzt.

„Weil Viren in ihrer Schule im Umlauf waren, sind wir erst davon ausgegangen. Die Symptome waren dieselben, deswegen wurde sie nach Hause geschickt“, erklärt Wendy Scott, die Cousine von Avants Mutter.

Zwei Tage später musste die Zehnjährige aber in die Notaufnahme gebracht werden. „Sie wachte zwar auf, regte sich aber nicht. Ihre Augen waren geöffnet, sie war da – hat aber nicht gesprochen. Nichts!“, sagt Scott.

YES LORD, YES LORD, YES YES LORD!!!

Gepostet von Loni Yadon am Samstag, 14. September 2019

Kurz darauf wurde Avant in eine Kinderklinik in Fort Worth verlegt und im Rahmen einer Lumbalpunktion wurde eine Gehirninfektion festgestellt, die durch die Amöbe Naegleria fowleri verursacht wurde.

Die Amöben treten im Süßwasser auf, besonders Teiche und Flüsse sind häufig betroffen. In den meisten Fällen infizieren sich Menschen, wenn kontaminiertes Wasser durch die Nase in den Körper gelangt.

Nach Auftreten der Symptome dauert es ein bis 18 Tage, bis der Patient stirbt – durchschnittlich versterben Infizierte nach fünf Tagen. Offiziell sind nur fünf Fälle von Überlebenden mit einer Gehirninfektion dieser Art bekannt.

Avant wurde in ein künstliches Koma versetzt, die Ärzte versuchten zu verhindern, dass das Gehirn der Zehnjährigen weiter anschwillt. Allerdings verschlechterte sich ihr Zustand zunehmend – zwei Wochen nach dem verhängnisvollen Bad im Fluss.

Word has gotten out by now that our sweet Lily Mae has gone to be with Jesus. She fought the good fight and built an…

Gepostet von Loni Yadon am Montag, 16. September 2019

Bewegende Worte fand Avants Tante Loni Yadon auf Facebook: „Die vergangene Woche hat noch einmal gezeigt, aus welchem Holz sie geschnitzt war und was für einen Einfluss sie auf andere Leute hatte.“

Zudem geht sie auf den Zuspruch ein, den die Familie erfuhr, seitdem das Mädchen ins Krankenhaus gebracht wurde. „Zu sehen, wie viel Liebe und Zusammenhalt es gegeben hat, in einer Zeit, in der Hass die Norm ist, war erfrischend“, sagt Yadon.