Foto: dpa
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Eine Überwachungskamera hielt die Tat fest: Zwei dunkle Gestalten verschütten im Eingang eines Hotels Brandbeschleuniger und zünden die Herberge an. Acht Menschen entgingen knapp dem Tod. Dafür gab es nun zehn Jahre Haft.

Weil er ein Hotel mit darin schlafenden Gästen angezündet hat, ist ein Mann in Düsseldorf wegen achtfachen Mordversuchs zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht sprach den 29-jährigen Kroaten am Donnerstag schuldig. Im Dezember 2016 habe er das Düsseldorfer Hotel nachts in Brand gesetzt.

Vor der Rezeption und im Treppenhaus habe er Brandbeschleuniger verschüttet und angezündet. Damit habe er den schlafenden Hotelgästen heimtückisch und gemeingefährlich den Fluchtweg versperrt. Nur dem Mut von drei Hotelgästen, die aus dem Fenster gesprungen waren und der Tapferkeit der Feuerwehrleute sei es zu verdanken, dass niemand ums Leben gekommen sei, sagte Richter Markus Immel.

Die Staatsanwältin war davon überzeugt, dass es sich um eine Auftrags-Brandstiftung gehandelt hatte. 20 000 Euro seien dem Brandstifter dafür versprochen worden. Das Gericht ließ dies in der Urteilsbegründung aber offen.

Die Feuerwehr hatte fünf Gäste mit Drehleitern aus dem 29-Betten-Hotel gerettet, drei weitere waren aus dem Fenster gesprungen. Ein 22-jähriger Gast hatte sich dabei die Wirbelsäule gebrochen.

Videos der Überwachungskamera zeigen zwei Brandstifter. Den Namen seines Komplizen hatte der 29-Jährige aber nicht verraten. Ein anonymer Tippgeber hatte den Kroaten belastet, dessen Telefonate daraufhin abgehört wurden. Elf Monate nach dem Brand war er festgenommen worden. Bei dem Feuer entstand ein Schaden von 200 000 Euro.

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(dpa)