YouTuber lässt sein Flugzeug abstürzen und filmt sich dabei – jetzt droht Ärger

Er hat ein eigenes Flugzeug abstürzen lassen und das alles gefilmt. Die Aufnahmen sind beeindruckend, der Hintergrund irritierend. Wieso macht er das?

Die Frage, wie er es schaffen könnte, auf die Schnelle zum YouTube-Star zu werden, da hatte Trevor Jacob offenbar nur eine Antwort: „Ich lasse mein Flugzeug abstürzen. Vorher schmeiß ich mich aber mit einem Fallschirm aus der Maschine. Und ich erkläre im Nachhinein allen, dass die Maschine Triebwerksprobleme hatte und ich sie nicht hätte landen können.“

So oder so ähnlich muss es sich tatsächlich abgespielt haben, als der 28-Jährige in den kalifornischen Bergen aus seinem Flieger sprang und das Flugzeug an den Felsen zerschellen ließ. Denn er veröffentlichte das Video natürlich. Zugegeben: Die Aufnahmen sind beeindruckend. Zum Glück ist bei dem Absturz kein Mensch zu Schaden gekommen.

Reaktionen ließen aber trotzdem nicht lange auf sich warten: Daraufhin meldeten sich aber Personen, die an seiner Version zweifelten und vermuteten, Jacob habe den Absturz nur inszeniert. Daher ist der ehemalige Snowboardprofi, der auch bei den Olympischen Spielen für die USA antrat, nun Gegenstand von Ermittlungen.

Das Video war ohne Frage ein großer Erfolg, nachdem er es Heiligabend hochgeladen hatte. Inzwischen hat das Video mehr als eine Million Aufrufe. Mit dem simplen, aber effektiven Titel „I Crashed My Plane“ (auf Deutsch: „Ich habe mein Flugzeug geschrottet“) hat er offenbar das Interesse viele Menschen gefunden.

Doch nachdem der „Santa Barbara Independent“ erstmals mit der Frage aufkam, ob Jacob den Absturz nicht absichtlich inszeniert hat, nahm die Sache Fahrt auf. Denn anschließend nahmen die Federal Aviation Administration (FAA) und das National Transportation Safety Board (NTSB) die Untersuchungen in dem Fall auf.

Viele Fragen sind bislang noch ungeklärt. Etwa, ob das Flugzeug versichert war. Und ob er mit dem Flieger überhaupt hätte abheben dürfen. In den kommenden Monaten werden sich die Flugbehörden mit der Beantwortung dieser Frage beschäftigen. Solange wird sich aber noch der ein oder andere das Video anschauen.