Käse
Foto: Frank Leonhardt/dpa

Bei einem Affineur dreht sich im Beruf alles um Käse. Er ist als Spezialist für die Vollendung und Verfeinerung des Käses zuständig. Er ist ein echter Kenner des Fachs.

Die Berufsbezeichnung kommt aus dem Französischen: Vollständig heißt der Beruf „Maitre fromager affineur“. Seine Aufgabe besteht in der Vollendung und Verfeinerung des Käses und er verfügt über sehr tiefgehende Kenntnisse in der Herstellung, kennt die unterschiedlichen Viehrassen und das besondere Klima der jeweiligen Produktionsstandorte. Kurzum: Der Affineur ist ein echter Kenner, wenn es um Käse geht.

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Sein Arbeitsplatz ist normalerweise im eigenen Käsekeller oder in einem Kühlraum. Hier erhält der Käse vom Affineur seinen letzten Schliff und kann sein typisches Aroma in voller Gänze entfalten.

Die Bezeichnung „Maitre fromager affineur“ ist übrigens kein offizieller Titel, ist jedoch die höchste Auszeichnung, die in der Käser-Gilde erreicht werden kann. Weltweit gibt es keine 100 Menschen, die diesen Titel tragen. Also weniger als 100 „Maitres fromager“, wie der Franzose sagt.

In Frankreich führten Stand 2004 lediglich sieben Personen den Titel eines „Maitre fromager affineur“. In Deutschland, auch einem traditionellem Käseland, gab es fünf, und in der Schweiz gab es einen „Maitre fromager“.

Wie viele unterschiedliche Käsesorten es weltweit gibt, ist nicht genau bekannt. Die Schätzungen darüber gehen weit auseinander. Einige rechnen mit weit über 1000 verschiedene Sorten, andere gehen sogar von über 5000 verschiedenen Sorten Käse aus, die auf der ganzen Welt verbreitet sind.

Überraschender Weise sind die Länder, die am meisten Käse im Jahr produzieren aber nicht etwa Frankreich, Italien, die Niederlande oder gar die Schweiz. Nein! Laut einer Statistik der „Food and Agriculture Organization of the United Nations“ aus dem Jahre 2011 sind es tatsächlich die USA. Dort werden über fünf Millionen Tonnen Käse pro Jahr hergestellt.