Mutmaßliche Schussabgabe in Berlin-Wedding
Foto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

Bei einer heftigen Schießerei in Berlin sind am späten Sonntagabend drei Männer schwer verletzt worden. „Sehr viele Schüsse“ wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft vor einer Shisha-Bar im Wedding abgefeuert.

Die Polizei war nach der Tat gegen 23 Uhr mit einem großen Aufgebot vor Ort und sperrte die Umgebung weiträumig ab. „Der Hintergrund ist noch völlig unklar“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner. Die verletzten Männer seien serbischer Nationalität oder Herkunft. Mutmaßliche Täter gebe es noch nicht, bislang wurde niemand festgenommen.

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Nach Beobachtungen eines dpa-Fotografen standen während der Spurensicherung der Polizei am Tatort 29 Schilder als Markierungen für Patronenhülsen auf der Straße. Ein Polizist vor Ort sagte, eines der drei Opfer sei sieben bis acht Mal von Schüssen in den Oberkörper getroffen worden. Die verletzten Männer wurden ins Krankenhaus gebracht. Zudem erlitt eine Frau einen Schock.

Daraufhin wurde die betroffene Müllerstraße in beide Richtungen gesperrt. Polizisten mit Maschinenpistolen sicherten die Umgebung. Schwer bewaffnete Polizisten waren auch in einem Haus in der Nachbarschaft des Tatorts im Einsatz. Die Staatsanwaltschaft übernahm ungewöhnlich schnell nach der Tat die Federführung für die Veröffentlichung von Informationen. Das kommt nur bei größeren Delikten vor. Übrigens hat die Shisha-Bar am Tatort im Internet damit geworben, sie befinde sich „an einem der heißesten Hotspots in Berlin Wedding“.

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Darüber hinaus war Samstagnacht bei einem Streit mehrerer Menschen auf der Badstraße im nahe gelegenen Stadtteil Gesundbrunnen ein 31-jähriger Mann erstochen worden. Ein 38-Jähriger ist als Verdächtiger festgenommen worden. Allerdings sieht die Staatsanwaltschaft keinen Zusammenhang zu der Schießerei in Wedding. Denn der Streit in der Badstraße habe sich in einer anderen Szene abgespielt und familiäre Gründe gehabt.

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Quelle: dpa